Manuela Pauker, Redakteurin bei W&V, macht sich so ihre Gedanken, soll man Karneval Feriner, trotz Krieg?
Hallo Gottfried,
krasser könnten die Gegensätze des heutigen Tages wohl nicht sein: Während in der Ukraine Krieg herrscht, starteten in Köln gut gelaunt viele Menschen in den Karneval.
Im Laufe des Tages schlug die Stimmung jedoch auch am Rhein um angesichts der sich zunehmend verdüsternden Lage.
In Nordrhein-Westfalen beschlossen die meisten TV- und Radio-Sender dann doch, ihr karnevalistisches Programm zu beenden – auch wenn sich viele Zuschauer zu Wort meldeten und sich für die Ablenkung bedankten.
Die meisten dürften es aber wohl sehen wie Claudia Schall, Chefredakteurin des Privatsenders Radio Köln: "Wir können nicht über den Krieg berichten und drumherum Karnevalsmusik senden."
Auch im Sport gab es Reaktionen auf die angespannte Lage. Der Zweitligist Schalke 04 legte seine Trikots mit dem Schriftzug von Sponsor Gazprom ab – und die UEFA wird voraussichtlich Russland das Endspiel der Champions League entziehen, das am 28. Mai in Sankt Petersburg stattfinden sollte.
Alles sehr beunruhigend. Einen schönen Abend zu wünschen, erscheint mir angesichts der Situation zynisch. Hoffentlich kommt die Welt da wieder einigermaßen raus – drücken wir die Daumen.
Manuela Pauker


Karneval geht weiter, der Krieg bleibt dank Nachrichtenband immer dabei. Foto: WDR Livestream



