Rolf Schröter, Chefredakteur bei W&V, stellt fest, auch Amazon kann eine Bruchlandug hinlegen.
Hallo Gottfried,
„klassischer Einzelhandel ist hart, und das merkt Amazon gerade“. Das sagt ein Analyst gegenüber Reuters. Der Onlinehandelsgigant will 68 seiner stationären Läden schließen, darunter alle seine Buchläden.
Nachdem Amazon den stationären Buchhandel ausgeblutet hatte, eröffnete der Konzern 2015 in Seattle seinen ersten eigenen Buchladen. Hat sich offenbar nicht genug rentiert. Das Thema ist für Amazon abgehakt.
Genauso wie die „4-Sterne-Läden“, in denen Zeug verkauft wurde, das online gut bewertet wurde. Und die Pop-Up-Stores, wo das Sortiment monatlich wechselte. Alles Geschichte.
Aber das heißt noch lange nicht, dass Amazon den klassischen Einzelhandel aufgibt. Erst Anfang des Jahres hat Jeff Bezos’ Verkaufsmaschine angekündigt, einen Modeladen namens Amazon Style aufzumachen. Offenbar verfolgt der Konzern das System Trial and Error.
Vor allem aber investiert Amazon weiterhin große Energie in den Lebensmittelhandel.
Der Sofort-Bringdienst „Amazon Fresh“, die kassenlosen „Amazon Go“-Läden und die Bio-Markt-Kette „WholeFoods Market“ bleiben. Und liegen sogar „im Fokus des Unternehmens“, sagte ein Sprecher gegenüber CNBC.
Für Marken aus dem Lebensmittelbereich klingt das definitiv nicht nach rosigen Zeiten.
Einen angenehmen Abend noch wünscht
Rolf Schröter


Auch Amazon-4-Star-Läden wird es in Zukunft nicht mehr geben. Foto: Amazon USA



