Holger Schellkopf, Chefredakteur bei W&V wünscht uns ein krisenfreies Wochenende.
Lieber Herr Böhmer,
crisis? What crisis? könnte man in Erinnerung an die inzwischen völlig zurecht in Vergessenheit geratene Band Supertramp fragen, wenn man den Blick auf Snap richtet. Die Snapchat-Mutter ist bester Dinge, was die Zukunft betrifft, ungeachtet der Tatsache, dass der ganz große Hype um die App mit dem Geist der Vergangenheit angehört.
Auf dem "Snap Partner Summit" in Los Angeles präsentierte das Social Network ein Bündel von Neuerungen, die unter anderem Facebook wohl nicht so gefallen werden. Das - vorsichtig ausgedrückt - ambitionierte Ziel:Snap will die führende mobile Inhalteplattform werden.
Vor Angst erstarren wird man bei Facebook, Instagram oder WhatsApp jetzt nicht unbedingt. Schließlich hauen auch diese Plattformen mit erstaunlicher Geschwindigkeit Neuerungen raus, die bei den Nutzern auf Gefallen stoßen
Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass die Zahlen von Zuckerbergs Tech-Imperium noch immer sehr gut sind, obwohl diverse Datenpannen und ähnliche Geschichten jetzt zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung das Wörtchen Glaubwürdigkeits-Krise in den Sinn bringen könnten.
Aber gerade Facebook gibt sich allem Anschein nach aktuell ziemlich viel Mühe, weniger Grund für derlei Schlagzeilen zu liefern und gleichzeitig am Image zu arbeiten.
"Kommt die Krise?" war übrigens auch ein Thema bei unserem Top-5-Club: Brexit, Handelskrieg, globale Konflikte lähmen die Wirtschaft. Spüren die Agenturen, wie sich die Konjunktur eintrübt?Die Antworten gibt es in Text, Bild und Bewegtbild natürlich bei uns.
Weil wir gerade bei Hinweisen in eigener Sache sind: Kennen Sie den neuen digitalen Kontakter schon? Nein? Das sollten Sie ändern.
Ein krisenfreies Wochenende wünscht
Holger Schellkopf


Snap will von einer App zur Kundenplattform werden, und die Facebook-Krise für sich nutzen. Foto: Snap



