Gesellschaft Freunde der Künste
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Zwischen den rund 100 Exponaten fehlt fast jeder Zusammenhang - Archistories – Architektur in der Kunst

Uninteressant durch Überambition wirkt hingegen "Archistories - Architektur in der Kunst". Die Ausstellung in der Orangerie der Kunsthalle Karlsruhe will aufzeigen, wie Baukunst in der bildenden Kunst reflektiert wird, verzettelt sich aber mit zahllosen Aspekten, die alle nur angetippt werden - zwischen den rund 100 Exponaten fehlt fast jeder Zusammenhang.

Erlaubt ist, was das Depot hergibt: Seit vier Jahren wird die Kunsthalle saniert – zur Überbrückung zeigt sie in der Orangerie eine erste Wechselausstellung.

Sie erweist sich als wirres Sammelsurium von Exponaten; anstatt sich auf Teilaspekte des Riesen-Themas zu konzentrieren, ufert die Schau aus.

Seit Ende 2021 ist der Gebäudekomplex der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe geschlossen, weil er umfassend saniert und erweitert wird.

Seit drei Jahren zeigt die Kunsthalle eine Art Best of von 300 Werken aus ihrer Kollektion im Karlsruher „Zentrum für Kunst und Medien“.

Das ZKM ist eigentlich auf aktuelle Medienkunst spezialisiert, dieses Ausweichquartier also nur ein Notbehelf. Wie lange die Sanierung des Hauptgebäudes noch dauern wird, lässt sich kaum absehen.

Doch zumindest die benachbarte Orangerie, wo vor der Schließung zeitgenössische Kunst gezeigt wurde, ist instandgesetzt und wieder nutzbar.

Da liegt der Gedanke nahe, zur Überbrückung der Wartezeit hier Wechselausstellungen auszurichten.

Und ebenso naheliegend ist der Gedanke, zum Auftakt zu beleuchten, was zurzeit den gesamten Kunsthallen-Komplex beschäftigt: Bauen.

Allerdings steht hoffentlich dessen Sanierung auf festerem Grund und erfolgt solider als „Archistories“.

Weder Grundriss noch Bauplan

Denn diese Ausstellung nimmt den Titel „Architektur in der Kunst“ als Freibrief, um alles Vorstellbare einzubauen und jeden denkbaren Aspekt anzureißen, so dass – um im Bild zu bleiben – weder Grundriss noch Bauplan erkennbar werden.

Sondern allein ein Sammelsurium von rund 100 Werken aus vier Jahrhunderten, die vor allem eines gemeinsam haben:

Entweder kommen sie aus der hauseigenen Sammlung, waren also einfach und günstig zu besorgen – oder von mehr als einem Dutzend zeitgenössischer Künstler, die zur Teilnahme „eingeladen“ wurden.

Feature zur Ausstellung. © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Kunst+Film-Redaktion

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Archistories – Architektur in der Kunst | Ausstellung in der Orangerie der Kunsthalle Karlsruhe