Dagegen setzt der französische Regisseur Eric Besnard auf opulente Bilder für edle Gefühle. Der Riesen-Roman "Die Elenden" von Victor Hugo zählt zu den am häufigsten verfilmten Werken der Weltliteratur.
Doch Besnard gewinnt ihm eine neue Facette ab: Er konzentriert sich darauf, wie die Hauptfigur vom Häftling zum Gutmenschen wurde.
Trotz, oder eher: wegen des großen Aufwands wirkt "Les Misérables - Die Geschichte von Jean Valjean" etwas behäbig und bemüht.
(Kinostart: 2.4.) Ambitionierter geht es kaum: Der Roman-Klassiker von Victor Hugo ist bereits rund 50 Mal verfilmt worden – dem will Regisseur Eric Besnard etwas Neues hinzufügen.
Das gelingt ihm, indem er sich auf die Vorgeschichte des Protagonisten konzentriert, doch dessen Porträt gerät etwas bemüht.
Ein gewichtiger, aber selten gelesener Klassiker: Victor Hugos „Les Misérables – Die Elenden“ von 1862 ist mit seinen rund 1500 Seiten wahrlich keine Nachttisch-Lektüre.
Den Meisten dürfte der Inhalt eher in seiner Musical-Variante von 1980 und deren Verfilmung von 2012 ein Begriff sein.
Angesiedelt im Frankreich im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts, erzählt Hugos Roman die Geschichte des ehemaligen Zuchthäuslers Jean Valjean, der sich durch die Güte eines Bischofs zum Besseren wandelt.
Er nimmt eine neue Identität an, kommt durch eine technische Erfindung zu Reichtum und kümmert sich liebevoll um das Waisenmädchen Cosette, die Tochter der verstorbenen Prostituierten Fantine.
Vierstündiger Zweiteiler von 1958
Das Mammutwerk ist schon rund 50 Mal für die Leinwand wie fürs Fernsehen verfilmt worden.
Die wohl bekannteste und mit vier Stunden längste Version kam 1958 in zwei Teilen in die Kinos; mit den französischen Schauspiel-Legenden Jean Gabin und Bernard Blier in den Hauptrollen.
Zwar bietet Hugo mit seiner Verquickung von Historien-Gemälde, Sozialkritik und romantischer Liebesgeschichte viel Stoff für Adaptionen.
Doch angesichts ihrer großen Zahl könnte man meinen, dass sämtliche Aspekte der Romanvorlage schon filmisch umgesetzt worden sind.
Kunst+Film-Redaktion
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Jean Valjean (Grégory Gadebois) unterwegs. Foto: © 2025 - Radar Films

Rededuell: Jean Valjean (Grégory Gadebois) und Bienvenu (Bernard Campan). Foto: © Happy Entertainment



