Gesellschaft Freunde der Künste
Last orders, please

Eine Paraderolle für Ethan Hawke - Porträt einer Karriere im Niedergang, in "Blue Moon"

Lorenz "Larry" Hart (1895-1943) ist hierzulande nur Musical-Fans ein Begriff, doch er war einer der erfolgreichsten songwriter, den der Broadway je erlebt hat: Gemeinsam mit dem Komponisten Richard Rodgers schrieb er einen Hit nach dem anderen.

Bis Rodgers 1943 einen anderen Texter engagierte - und mit "Oklahoma!" seinen größten Erfolg feierte. Am Premieren-Abend versucht Hart, das mit etlichen Drinks an der Bar zu verkraften - eine Paraderolle für Ethan Hawke.

Wie er sich wortreich gegen den Absturz stemmt, inszeniert Regisseur Richard Linklater in "Blue Moon" sensibel und stimmungsvoll.

(Kinostart: 26.3.) Last orders, please: Nachdem sich ein Musical-Texter von seinem Komponisten-Partner getrennt hatte, landet jener seinen größten Hit.

Den Premierenabend trinkt sich der Düpierte in einer Bar schön – eine Glanzrolle für Ethan Hawke, feinfühlig inszeniert von Regisseur Richard Linklater.

Lorenz „Larry“ Milton Heart (1895-1943) war einer der erfolgreichsten Musical-Texter der 1920/30er Jahre. Seine Glanzzeit liegt jedoch bereits hinter ihm, als das Broadway-Stück „Oklahoma!“ am 31. März 1943 seine Premiere feiert.

Der Abend verlangt Hart einiges ab: Dieses Musical hat sein langjähriger Partner, der Komponist Richard Rodgers (Andrew Scott), gemeinsam mit einem neuen Liedtexter verfasst.

Daher verlässt Hart die Premiere vorzeitig, um sich in der Bar, in der später die Premierenfeier stattfinden wird, schon mal einen Drink zu genehmigen.

Barmann Eddie (Bobby Canavale) begrüßt den Stammgast mit „Casablanca“-Filmzitaten und tut, was er kann, um Hart halbwegs nüchtern zu halten – doch der trunksüchtige Mittvierziger beschwatzt ihn so charmant.

Genau das macht sich dieses Biopic über einen Tag am Ende seines Lebens zunutze; Hart war der Verfasser legendärer Hits wie „My Funny Valentine“, „Manhattan“ und dem titelgebenden „Blue Moon“.

Porträt einer Karriere im Niedergang

Von zwei Prolog-Szenen abgesehen, spielt der gesamte Film im Inneren der Bar. Anfangs mit Harts Monologen, später durch seine Gespräche mit anderen entfaltet Regisseur Richard Linklater das Porträt eines Mannes, dessen Karriere im Niedergang begriffen ist.

Die quasi theaterhafte Inszenierung zeichnet den Abend in Echtzeit nach; zudem ist die Handlung in zwei Akte aufgeteilt.

Kunst+Film-Redaktion

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Blue Moon – Offizieller Trailer (Kinostart: 27.3.2026)