Gesellschaft Freunde der Künste
Von Guido Wertheimer

URAUFFÜHRUNG von "Es ist nie Sommer im Ruhrgebiet"

Guido Wertheimer, Hausautor am Theater Münster in der Spielzeit 2023/24, hat sich in private und städtische Archive begeben und jüdische Opfer- und deutsche Tätergeschichten zu Tage gefördert.

Sowie eine wundersam-verrückte Verbindung zwischen dem ehemaligen Münsteraner Rabbi Fritz Steinthal und seiner eigenen argentinischen Familie. Guido Wertheimer wurde als Nachkomme jüdisch-deutscher Exilant*innen 1996 in Buenos Aires geboren.

Dorthin floh seine Urgroßmutter Julia Studinski 1939 vor den Nazis – und baute sich mit Mann und 13-jährigem Sohn über Nacht ein neues Leben auf.

Vor ihrer Flucht lebte die Familie in Berlin und Recklinghausen.

Dort besaß sie am Markt 8 ein Schuhgeschäft, das ebenfalls von den Nazis enteignet wurde und bis heute (unter anderem Namen) besteht.

Julias Liebe und Leidenschaft für das Klavierspiel und Chopin gingen mit dem Steinway-Flügel, der von den Nazis konfisziert wurde, verloren.

Sie begann ein neues argentinisches Leben als Mitarbeiterin eines Politikers – ohne die Musik.

Über das Viereck Münster-Recklinghausen-Berlin-Buenos Aires und die Geister seiner Vorfahren hat Guido Wertheimer ein doku-fiktionales Stück geschrieben.

Mit Schauspieler*innen des Theater Münster:

Daryna Mavlenko, Pascal Riedel

REGIE Guido Wertheimer

BÜHNE Shahrzad Rahmani

Kostüme Ayana Lechelt

VIDEO Ana Iramain

MUSIK Gustavo Obligado

DRAMATURGIE Tobias Kluge

 

Premiere: Dienstag, 27. Mai 2025, 20:00 Uhr / Ruhrfestspiele, Kleines Haus

Premiere: Freitag, 06. Juni, 19:30 Uhr / Theater Münster, Studio

Weitere Termine:

So. 29.06.2025, 19.00 / Di. 08.07.2025, 19.30, jeweils Studio