Gesellschaft Freunde der Künste
Jeunes Mères – Junge Mütter

Schwangere aus schwierigen Verhältnissen werden in einem Mutter-Kind-Heim auf ihre Elternrolle vorbereitet

Dagegen macht das Regie-Duo Jean-Pierre + Luc Dardenne, was es immer macht - Dokudramen über soziale Missstände - aber das, wie immer, sehr gut.

In "Jeunes Mères - Junge Mütter" beobachten die Brüder, wie Schwangere aus schwierigen Verhältnissen in einem Mutter-Kind-Heim auf ihre künftige Elternrolle vorbereitet werden.

(Kinostart: 5.3.) Allein mit ihrem Nachwuchs, der bald kommen wird oder schon da ist: Das macht fünf jungen Belgierinnen zu schaffen.

In einem Mutter-Kind-Heim finden sie Hilfe – wie vielfältig diese Unterstützung aussieht und wirkt, zeigen die Regie-Brüder Dardenne nüchtern, aber voller Empathie.

Keiner Gruppe fehlt so sehr eine Lobby, die sich für sie stark macht, wie derjenigen der jungen, alleinstehenden Mütter.

Häufig stammen sie wie Jessica (Babette Verbeek), Julie (Els Houben), Ariane (Janaïna Halloy Fokan), Naïma (Samia Hilmi) und Perla (Lucie Laruelle) aus Familien, die nicht dem Bild entsprechen, das Politiker als Vater-Mutter-Kind-Idylle und Keimzelle der Gesellschaft beschwören.

Alle fünf jungen Frauen haben einen Platz in einem Mutter-Kind-Heim in Lüttich.

Dort soll etwa die hochschwangere Jessica lernen, nach der Geburt für ihren Säugling da zu sein, ihn richtig zu behandeln sowie für ihn und sich selbst Verantwortung zu übernehmen.

Wie im Fall von Naïma: Schon vor Jessicas Niederkunft zieht sie mit ihrem eigenen Kind aus dem Heim aus – in eine eigene Wohnung und ein eigenes Leben.

Obsessive Suche nach Mutter

Dieses Ziel scheint für Jessica, ebenso wie für Perla und Julie, noch weit entfernt.

Denn Jessica muss zunächst ihren Frieden mit der eigenen Mutter machen, die sie gleich nach der Geburt fortgab.

Nun versucht die junge Schwangere obsessiv, sie ausfindig zu machen und kennenzulernen, bevor ihre eigenes Baby da ist.

Offenbar betrachtet sie das als unerlässlich, um künftig selbst mit ihrem eigenen Kind richtig umgehen zu können.

Kunst+Film-Redaktion

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Jeunes Mères - Junge Mütter | Offizieller Trailer | Ab 5. März im Kino!