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Robin Hood hat wohl nie gelebt?

Robin Hood als ruchlosen Räuber und Plünderer, in "The Death of Robin Hood"

Robin Hood hat wohl nie gelebt - dennoch ist er die populärste Sagengestalt im angelsächsischen Sprachraum. Nun stellt Regisseur 

Michael Sarnoski die Legende vom Kopf auf die Füße. In "The Death of Robin Hood" macht der Titelheld als ruchloser Räuber das mittelalterliche Schottland unsicher; erst eine Nonne kann ihn zum Umdenken bewegen.

Krass naturalistisch inszeniert, beeindruckt in der Hauptrolle ein völlig zugewachsener Hugh Jackman.

(Kinostart: 18.4.) Abschied vom Mythos: Den vermeintlichen Freund der Armen im Sherwood Forest entzaubert Regisseur Michael Sarnoski als ruchlosen Räuber und Plünderer.

Doch eine Nonne rettet im Kloster sein Leben und verhilft ihm zur Läuterung – was Hugh Jackman eindrucksvoll verkörpert.

Per aspera ad astra: Dieser Film macht es seinem Publikum nicht leicht. Denn es muss erst etliche Darstellungen krasser Gewalt mit ansehen, bevor es mit der vermeintlichen Sagengestalt Robin Hood nach Seelenfrieden sucht.

Der legendäre Protagonist gelangt zur Selbsterkenntnis auf sehr raue Weise. Sein Weg ist von mittelalterlicher Kargheit und natürlicher Urgewalt geprägt; das macht sein Streben nach Erlösung umso notwendiger.

Die Balladen über Robin Hood zählen zu den großen Sagen-Zyklen der angelsächsischen Folklore.

Mit zahlreichen Abenteuern und Episoden ausgeschmückt, sind sie zu einem der populärsten Sujets in der westlichen Welt geworden, auch im Kino.

Dabei ist keine reale historische Gestalt dieses Namens belegt. Das heute vorherrschende Bild eines Vorkämpfers für soziale Gerechtigkeit ist eher neueren Datums.

Nun stellt US-Regisseur Michael Sarnoski die Figur vom Kopf auf die Füße und zeichnet ein anderes, finsteres Bild von ihr.

Nicht ohne Bogen, Sheriff + Langstock

Dabei bindet er auch geläufige Elemente des Mythos in diese Geschichte von Aussöhnung mit der eigenen Schuld ein: kein Film über den famosen Bogenschützen ohne einen zitternden Pfeil, der sein Ziel unweigerlich trifft.

Kein Robin Hood ohne den Sheriff von Nottingham, der sich hier allerdings lange versteckt.

Und keine fröhlichen Gesellen, die „Merry Men“, ohne Little John und seinen Langstock. Der hier freilich nicht für heitere Hiebe benutzt wird, sondern als tödliche Waffe.

Opfer pflastern seinen Weg

Mitte des 13. Jahrhunderts zieht ein einsamer Plünderer durch die schottische Berglandschaft. Den verhassten und gejagten outlaw gibt Hollywoodstar Hugh Jackman als wortkargen, rohen Eremiten, der keiner Herausforderung aus dem Weg geht.

In winterlicher Kälte spürt ihn eine hungrige Frau auf, die auf der Suche nach dem legendären Robin Hood ist. Der alte Mann verleugnet sich selbst, wird aber trotzdem nachts von der Rachsüchtigen attackiert.

Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt hat Robin Hood, wie Regisseur Sarnoski ihn zeichnet, nichts gemein mit dem oft besungenen Freund der Armen.

Er raubt aus reinem Eigennutz und mit ruchloser Brutalität. Kein Wunder also, dass die Spur seiner Opfer eine Reihe von rachelüsternen Hinterbliebenen hervorgebracht hat.

Wenn Feinde einen aufspüren können, ist es für Freunde umso leichter.

Kunst+Film-Redaktion

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The Death Of Robin Hood | TRAILER 2 deutsch | Hugh Jackman