Gesellschaft Freunde der Künste
Ein Mix aus Musiktheater, Performance, Tanz

POLAR PUBLIK zeigt UNBREAK - AUFBRÜCHE IN DIE VERSÖHNUNG

Ein Bruch kann in einem winzigen Moment alles verwandeln und doch auch die einzige Möglichkeit zur Kontinuität bedeuten: Eine Frau erfährt, dass sie an einer unheilbaren chronischen Krankheit leidet.

Kurz nach dieser lebensverändernden Diagnose begegnet sie einem Chor. Allerdings keinem gewöhnlichen, sondern einem Chor der gebrochenen Stimmen" mit einem unbedingten Willen zum Happy End.

Mit UNBREAK – AUFBRÜCHE IN DIE VERSÖHNUNG bringt *POLAR PUBLIK in einem Mix aus Musiktheater, Performance, Tanz die Leerstellen zum Klingen.

Der Bruch ist als Metapher allgegenwärtig – und negativ besetzt. Daran ändert auch seine neobrutale Schwester, die Disruption, nichts.

Was aber passiert, wenn wir die Bruchlinien in und zwischen uns mit Ruhe ansehen? Was kann aus den Rissen heraus erwachsen?

Die Künstler*innengruppe *POLAR PUBLIK begibt sich gemeinsam mit einem Stimmbruchchor und ihrem Publikum auf die Suche nach einem Happy End.

„Was uns zerbricht, das rettet uns", schreibt die syrische Schriftstellerin und Journalistin Rasha Abbas. Dabei erzählen wir uns unsere Biografien möglichst ungebrochen.

Welche Bedeutungen haben biografische Brüche für die*den Einzelne*n? Sprechen wir über die Brüche in unserem Leben? Warum (nicht)?

Und falls doch: wie? Wie definieren wir diese Brüche überhaupt? Und wer definiert sie? Wir selbst oder unser Umfeld?

Welche Brüche sind prägend für den Blick des Individuums auf die Gesellschaft – und welche für den der Gesellschaft auf das Individuum? Kann man sich überhaupt ungebrochen erzählen?

Was wenn wir unsere Brüche als Aufforderung zum Brückenschlag begreifen, als Chance, uns zu verbinden und zu verbünden?

Diesen Fragen geht das interdisziplinäre Künstlerinnenkollektiv *POLAR PUBLIK in seiner Inszenierung UNBREAK! – AUFBRÜCHE IN DIE VERSÖHNUNG nach.

Verbündet hat sich die Gruppe dazu mit dem eigens gegründeten CHOIR OF HAPPY ENDINGS, in dem Personen zusammenkommen, deren Stimme in der Pubertät oder im Alter, während einer Transition oder krankheitsbedingt brüchig, fragil, nicht kontrollierbar ist.

Die Premiere war am 08.05.2025 im Rahmen des Sommerblut Kulturfestivals.

„Es wird ein sehr persönlicher Abend in der Halle der Alten Feuerwache und ein ganz besonderer obendrein, denn die Zuschauer erleben bei diesem Stück über (Soll)-Bruchstellen mit Fiona Metscher eine Künstlerin, die hier in ganzes Können und ihren Mut in die Waagschale wirft."

Norbert Raffelsiefen im Kölner Stadt-Anzeiger, 15. Mai 2025.

Konzept & Realisierung: *POLAR PUBLIK
Text: *POLAR PUBLIK & Ensemble
Mit: Fiona Metscher und Yoshiki Matsuura (Posaune)
Chor: Jane Dunker, Ute Eisenhut (Chorleitung), Friederike Haar-Kliche, Jana Klimscha, Dillen Niedert, Antonia Reifferscheid, Marilene Mostert, Berat Vidinli
Regie: Eva-Maria Baumeister
Choreographie: Sonia Franken
Komposition: Oxana Omelchuk
Ausstattung: Lena Thelen
Dramaturgie: Nina Rühmeier
Produktionsleitung: Adrian Aram Kassargian, Eva Maria Müller
Regieassistenz: Adrian Aram Kassargian
Technik: Daniel Swoboda

Spieltermine:
Sa, 4. Oktober, 20:00 Uhr
So, 5. Oktober, 18:00 Uhr

Ort: Alte Feuerwache (Halle), Melchiorstraße 3, 50670 Köln