Gesellschaft Freunde der Künste
Zwei von drei Deutschen sehen Eskalationsgefahr

65 Prozent der Deutschen fürchten einen neuen Weltkrieg

Kriege und internationale Spannungen dominieren seit Monaten die Schlagzeilen und die Angst in der Bevölkerung wächst. Eine neue, repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag der digitalen Magazinplattform Readly zeigt, wie tief diese Sorge sitzt: 65 % der Deutschen fürchten einen neuen Weltkrieg.

Besonders auffällig:

  • Frauen und Ältere sind überdurchschnittlich besorgt (fast 75 % der Frauen, über 70 % der 65+).

  • Studierende äußern sogar zu 83 % die Sorge vor einer Eskalation – ihr Medienkonsum läuft fast ausschließlich über Social Media.

  • News Overload: Jeder vierte Deutsche meidet Nachrichten inzwischen bewusst, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen. Über 10 % sprechen von einer regelrechten Abhängigkeit.

Die Ergebnisse zeigen nicht nur ein hohes Angstniveau, sondern auch, wie eng Sicherheitsgefühl und Medienkonsum miteinander verwoben sind. Forschende sprechen bereits vom Phänomen der „News Avoidance".

Internationale Konflikte und Debatten über mögliche Eskalationen prägen seit Monaten die Schlagzeilen. Vor diesem Hintergrund zeigt eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag der digitalen Magazinplattform Readly durch Civey erhoben wurde:

Zwei von drei Deutschen (65 Prozent) fürchten einen neuen Weltkrieg. Besonders ausgeprägt ist diese Sorge bei Frauen, von denen fast drei Viertel eine Eskalation befürchten, sowie bei älteren Menschen.

In der Gruppe der über 65-Jährigen liegt der Anteil der Besorgten bei über 70 Prozent. Auch regionale Unterschiede treten deutlich hervor: In Ostdeutschland liegt der Anteil bei 71,4 Prozent, in Westdeutschland bei nur 63,2 Prozent.

Junge Generation besonders ausgesetzt

Gerade junge Erwachsene sind dabei besonders betroffen. Fast 83 Prozent der Studierenden äußern Sorge vor einem Weltkrieg, viele von ihnen konsumieren Nachrichten fast ausschließlich über Social Media.

Zunehmend verbreitet ist auch die Vermeidung von Nachrichten: Ein Viertel der Deutschen schaltet gezielt ab, um die eigene mentale Gesundheit zu schützen.

Auch dieses Verhalten zeigt sich verstärkt in der jüngeren Generation. Hier werden Nachrichten noch häufiger in kurzer, alarmistischer Form auf TikTok oder Instagram wahrgenommen.

Die ständige Konfrontation mit Krisenmeldungen führt dabei schnell zu Erschöpfung und Abwehr. Forschende sprechen in diesem Zusammenhang zunehmend vom Phänomen der „News Avoidance“.

*Die repräsentative Online-Erhebung wurde im Juli 2025 vom Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag von Readly durchgeführt. Befragt wurden 2.500 Personen in Deutschland. Mehrfachantworten waren möglich.