Gesellschaft Freunde der Künste
Hinter jedem Raum lauert der nächste

Eine schreckensreiche Bebilderung der Urangst, in "Backrooms"

Dagegen geht es in "Backrooms" stark stilisiert zu: Ein unglücklicher Möbelverkäufer entdeckt eine endlose Raumflucht, in der Schauriges sein Unwesen treibt.

Die Entstehungsgeschichte des Films ist gleichfalls unheimlich: Ursprünglich eine kollektive Internet-Fantasie, wurde sie vom damals 16-jährigen Kane Parsons mit Youtube-Videoclips bebildert.

Jetzt führt er in der mit Chiwetel Ejiofor + Renate Reinsve hochkarätig besetzten Kinoversion Regie - eine Blitzkarriere.

(Kinostart: 18.6.) Hinter jedem Raum lauert der nächste: Die Backrooms waren anfangs eine kollektive Internet-Fantasie.

Dann drehte der junge Regisseur Kane Parsons darüber eine Videoclip-Serie – nun folgt sein Kinofilm: als schreckensreiche Bebilderung der Urangst, der Realität abhanden zu kommen.

Clark (Chiwetel Ejiofor) wollte eigentlich Architekt werden. Nun lebt er von seiner Frau getrennt und betreibt erfolglos einen Möbelladen.

Vom Leben enttäuscht, neigt er zum Trunk und zum Jähzorn, was ihm seine Therapeutin Mary (Renate Reinsve) mit Rollenspielen bewusst machen will.

Sie glaubt, dass jedes seelische Tief einen Ausweg bereithält, aber sie dringt damit nicht zum unglücklichen Möbelverkäufer durch.

Eines Tages stürmt er aus der Therapie-Sitzung und lässt sich nicht wieder blicken.

Denn im Erdgeschoss seines Lagers hat er durch Zufall etwas in der Wand gefunden, das ihn fasziniert: ein unsichtbares Portal in eine surreale Parallelwelt aus endlosen, gelb tapezierten Gängen, die an leerstehende Büroetagen erinnern.

Wobei jeder neue Abschnitt neue bizarre Details enthält, welche die Realität als albtraumhaftes Echo nachäffen. Trotz seiner Beklemmung überredet er seine beiden Angestellten, ihn auf einer Exkursion in die Tiefen der „Backrooms“ zu begleiten.

Keine persönliche Erfindung

Die Backrooms sind keine Erfindung des erst 20-jährigen Regisseurs Kane Parsons bei seinem Kinodebüt; so wenig, wie die Brüder Grimm etwa Hänsel und Gretel erfunden haben.

Wie jedes Märchen beruht es auf älteren Versionen; ebenso wurzelt Parsons grell ausgeleuchteter Gruselfilm auf einer zuvor existierenden, vergleichsweise jungen Modernen Sage, die 2016 im Internet entstanden ist.

Kunst+Film-Redaktion

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Backrooms | Offizieller Trailer 2