Diese Woche kommen drei Rückblicke auf tragische Konflikte des 20. Jahrhunderts ins Kino. Der aktuellste ist zweifellos der Nahost-Konflikt; seine Anfänge beleuchtet Regisseurin Annemarie Jacir.
Aus ungewohnter Perspektive: In "Palästina 36" zeichnet sie Entstehung und Verlauf des arabischen Aufstands 1936 bis 1939 gegen die britischen Besatzer nach.
Eindeutig einseitig, aber sehr anschaulich und berührend - wohl erstmals ist auf hiesigen Leinwänden zu sehen, wie Einheimische die jüdische Einwanderung und ihre Folgen erlebten.
(Kinostart: 14.5.) Leben und Sterben in der Levante vor Israels Staatsgründung: Regisseurin Annemarie Jacir zeichnet den Verlauf des arabischen Aufstands in Palästina 1936 bis 1939 nach – als Guerillakrieg gegen britische Besatzer.
Einseitig, aber anschaulich und berührend; ein erhellender Perspektivwechsel.
Das jüngste Werk der palästinensischen Filmemacherin Annemarie Jacir (DAS SALZ DES MEERES, WAJIB) und offizieller Oscar®-Beitrag für Palästina, feierte seine umjubelte Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival, wo es mit 20-minütigen Standing Ovations geehrt wurde.
Mit ihrer neuen Regiearbeit schafft Jacir ein leidenschaftliches, bildgewaltiges Historienepos über den arabischen Aufstand von 1936, das diesem prägenden Moment der Geschichte ihres Landes ein filmisches Denkmal setzt.
PALÄSTINA 36 verortet den Beginn des palästinensischen Widerstands und den Wendepunkt für das britische Empire.
Trotz vieler Komplikationen während der Dreharbeiten, die sich über mehrere Jahre erstreckten, konnte der Film an Originalschauplätzen in Palästina und in Jordanien gedreht werden.
An der Seite der Schauspiel-Neuentdeckungen Karim Daoud Anaya und Wardi Elabouni versammelt Jacir eine beeindruckende Starbesetzung, darunter Hiam Abbass (GAZA MON AMOUR, „Succession"), Robert Aramayo („Der Herr der Ringe:
Die Ringe der Macht"), Saleh Bakri (IM SCHATTEN DES ORANGENBAUMS), Billy Howle (DUNKIRK), Liam Cunningham (DER MEDICUS II) sowie Oscar®-Gewinner Jeremy Irons.
Palästina 1936: Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt.
Gleichzeitig drängen europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in die Region.
Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf.
Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands.
Er schließt sich Verbündeten wie dem Hafenarbeiter Khalid an, der angesichts der eskalierenden Situation keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zur Waffe zu greifen.
Während sich persönliche Schicksale und politische Umbrüche unaufhaltsam verweben, spitzt sich die Lage dramatisch zu – ein entscheidender Moment, welcher den Ursprung des Konflikts der gesamten Region markiert.
Jacirs Film erinnert daran, dass Geschichte keine abstrakte Größe ist, sondern durch Familien und kleine Momente der Solidarität und des Konflikts erlebt wird ... Ein epischer Film. Variety
Veranschaulicht perfekt, warum Rebellionen entstehen, und fordert uns dazu auf, unsere eigene Geschichte zu erforschen (...). Film Inquiry
OT: Palestine 36
Ein Film von Annemarie Jacir
mit u.a. Hiam Abbass, Karim Daoud Anaya, Robert Aramayo, Saleh Bakri, Billy Howle,
Liam Cunningham, Jeremy Irons, und Wardi Elabouni
Palästina/Großbritannien/Frankreich/Dänemark/Katar/Saudi-Arabien/Jordanien 2025
Kinostart: 7. Mai 2026


Kinostart von PALÄSTINA 36
Medien-Premiere: Hochkommissar Sir Arthur Wauchope (Jeremy Irons, m.) startet den neuen palästinensischen Rundfunk. Foto: © Philistine Films
Khouloud (Yasmine al Massri, r.) protestiert mit Damen der arabischen Oberschicht gegen die britische Besatzung. Foto: © Philistine Films



