Wendy (Michelle Williams) lebt mit ihrer Hündin Lucy in ihrem Auto. Auf einer Fahrt nach Alaska bleibt ihr Wagen liegen und Lucy verschwindet.
Das Tier war der einzige stabile Anker in Wendys Leben – ihre fragile Existenz gerät aus dem Gleichgewicht. Kelly Reichardt erzählt ohne melodramatische Zuspitzung, beinahe dokumentarisch, und gerade darin liegt die emotionale Wucht ihres Films.
Kurze Verbindungen mit anderen bleiben brüchig, Hilfe ist unsicher, Solidarität selten.
Die Kamera bleibt dicht bei Wendy, beobachtet Gesten, Pausen, Schweigen und lässt die soziale Kälte der Umgebung spürbar werden.
Ein Film über Armut und die stille Einsamkeit einer Frau, die versucht, in einer gleichgültigen Welt den Kopf über Wasser zu halten.


WENDY AND LUCY 2008



