Gesellschaft Freunde der Künste
Richard Wagners Götterdämmerung

Die Vorstellung vom Niedergang der Götter - Die Spielzeit 2026/27 an der Bayerischen Staatsoper

Staatsintendant Serge Dorny gemeinsam mit Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski und dem Direktor des Bayerischen Staatsballetts Laurent Hilaire die Spielzeit 2026/27 vorgestellt.

„Verging wie Hauch der Götter Geschlecht."

Diese Worte aus der Schlussszene von Richard Wagners Götterdämmerung fungieren als poetische Achse unserer Spielzeit.

Wagner nahm die signifikanten Verse Brünnhildes, die das Ende der göttlichen Ordnung markieren und in denen sie ihr Wissen an die Menschheit weitergibt, nicht in seine Vertonung des Ring des Nibelungen auf, „weil ihr Sinn in der Wirkung des musikalisch ertönenden Dramas bereits mit höchster Bestimmtheit ausgesprochen wird", so die Begründung des Komponisten.
 
Es lohnt aber, diesen Worten genauer nachzuspüren, besagen sie doch:

Selbst scheinbar absolute Machtsysteme sind vergänglich

Was bleibt, ist „nicht Gut, nicht Gold, noch göttliche Pracht; nicht Haus, nicht Hof, noch herrischer Prunk: nicht trüber Verträge trügender Bund, noch heuchelnder Sitte hartes Gesetz", sondern – so weiß es Brünnhilde – die Liebe oder auch:

Verantwortung und menschliche Entscheidungen  

Die Vorstellung vom Niedergang der Götter und die Frage, was nach ihnen kommt, prägt unsere Spielzeit. Es ist eine Reflexion über die Rolle des „Göttlichen" in der heutigen Welt:

Über Autorität, Ideologie, Genie, Macht und den fragilen Raum, in dem sich die Menschheit behauptet, wenn diese höheren Ordnungen zusammenbrechen.

Jede unserer Neuinszenierungen beleuchtet diese Frage aus einem anderen Blickwinkel.  

Zehn Neuproduktionen der Bayerischen Staatsoper sowie zwei Neuproduktionen und eine Gala des Bayerischen Staatsballetts.

Das UniCredit Eröffnungsfest und die Konzerte des Bayerischen Staatsorchesters sowie die Ballettfestwoche, das Ja, Mai-Festival und die Münchner Opernfestspiele bilden den Rahmen für die kommende Spielzeit in allen Sparten der Bayerischen Staatsoper.