Gesellschaft Freunde der Künste
Rückkehr nach Ithaka

Die sieben letzten Gesänge der "Odyssee" Ralph Fiennes als kraftstrotzend muskulöser Odysseus

Neues aus der Bronzezeit: Der italienische Regisseur Uberto Pasolini hat sich einen der ältesten abendländischen Mythen vorgenommen und die sieben letzten Gesänge der "Odyssee" verfilmt. 

"Rückkehr nach Ithaka" überrascht durch authentisch archaische Ausstattung und das passende Agieren der Darsteller. In den Hauptrollen: Ralph Fiennes als kraftstrotzend muskulöser, aber schwermütiger Odysseus und Juliette Binoche als von Trauer umflorte Penelope, die aber geschickt durch eine rücksichtslose Macho-Gesellschaft laviert.

(Kinostart: 27.11.) Ganz alt, ganz neu: Wie Odysseus zu Penelope heimkehrt und allen Freiern den Garaus macht, inszeniert Regisseur Uberto Pasolini authentisch archaisch – und damit aufregend neuartig. Ralph Fiennes brilliert als ausgebrannter Kriegsheld, nicht minder Juliette Binoche als tugendhafte Gattin.

Back to the roots: Die hier verfilmte Dichtung ist – gemeinsam mit der „Ilias“ – ein Ur-Mythos der abendländischen Kultur.

Die Protagonisten, wichtige Episoden und ihr Ausgang sind jedem einigermaßen Gebildeten halbwegs bekannt. Doch der italienische Regisseur Uberto Pasolini inszeniert den 17. bis 24. Gesang der Odyssee so, dass sie ungeheuer alt wirken – und zugleich aufregend neu.

Alt, weil sein Film den jetzigen Wissensstand über die Epoche ernst nimmt, in der Homers Heldenepos spielt: die späte Bronzezeit im 13. oder 12. Jahrhundert v. Chr..

In einer äußerst armen Gesellschaft: Menschen hausen in engen Hütten, sind mit groben Stoffen bekleidet, leben von Ackerbau und wenigen Nutztieren.

Ihr kostbarster Besitz sind Hieb- und Stichwaffen oder Pfeil und Bogen. Denn tödliche Gefahr lauert überall; jeder Fremdling könnte Übles im Schilde führen.

Junger Authentizitäts-Anspruch

Neu, weil Regisseur Pasolini nicht etwa heutige Schauspieler in antikisierende Kostüme steckt, die dann munter Abenteuer bestehen.

Sondern seine Akteure archaisches Sozialverhalten nachstellen lässt, soweit man das rekonstruieren kann – dieser Authentizitäts-Anspruch ist im Historienfilm recht jung.

Kunst+Film-Redaktion

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RÜCKKEHR NACH ITHAKA - offizieller Kinotrailer - ab 27.11. im Kino