Der Schweizer Film THE NARRATIVE von Bernard Weber und Martin Schilt gewinnt den Hauptpreis des 41. DOK.fest München, die VIKTORIA DOK.international Main Competition.
Der ehemalige UBS-Trader Kweku Adoboli wird für den Verlust von 2,3 Milliarden Dollar verurteilt. Doch wen trifft wirklich die Schuld in diesem Fall?
Der Film rekonstruiert den Prozess anhand originaler Protokolle und hinterfragt die dominierende Erzählung. Ein vielschichtiges Porträt über Kapitalismus, Systemversagen und die Macht von Narrativen.
Aus der Jurybegründung: „Der Gewinnerfilm ist eine Meisterleistung darin, mit der überwältigenden Komplexität der Wahrheit umzugehen.
Mit einem Protagonisten, der ebenso sympathisch wie resilient ist, führen uns die Filmemacher in eine Geschichte, die „emotional intensiv" ist, dabei aber durch einen scharfsinnigen, unverzichtbaren Sinn für Humor bemerkenswert ausgeglichen wird.
Der Film deckt eine tiefgreifende systemische Ungerechtigkeit auf und enthüllt die kaltherzige Verantwortungslosigkeit sowie die vielschichtigen Täuschungsmanöver mächtiger Bankinstitute.
Im Kern ist der Film eine schonungslose Anklage darüber, wie leicht ein Mensch zum Sündenbock gemacht werden kann, und beleuchtet eine Geschichte des Widerstands angesichts allgegenwärtigen, alltäglichen Rassismus."
Die Jury: Heino Deckert (Geschäftsführer ma.ja.de. & Produzent), Jacqueline Nsiah (Filmkuratorin und Programmerin) und Per K. Kirkegaard (Filmemacher & Editor).
Die VIKTORIA DOK.international ist mit 10.000 Euro dotiert.
Preisstifter ist der Bayerische Rundfunk. Nominiert waren Filme, die ein breites inhaltliches und formales Spektrum aufweisen und sich durch ihre hohe künstlerische Qualität auszeichnen.


Aus THE NARRATIVE (c) The Bigger Picture



