Gesellschaft Freunde der Künste
Ein Urgestein des Neuen Deutschen Films

Der Chronist bundesdeutscher Sinnsuche - Wim Wenders - Die Kunst des Sehens

Der Regisseur Wim Wenders ist ein Urgestein des Neuen Deutschen Films: Seit einem halben Jahrhundert dreht er unermüdlich einen Film nach dem anderen - und alle paar Jahre sind auch Publikumserfolge dabei, etwa "Paris, Texas" (1984), "Der Himmel über Berlin" (1987), die Doku "Buena Vista Social Club" (1999) oder "Perfect Days" (2023).

Nun würdigt die Bundeskunsthalle in Bonn zum 80. Geburtstag sein Lebenswerk: "W.I.M. - Die Kunst des Sehens" ist so klug wie prächtig inszeniert - und Wenders selbst mischt natürlich kräftig mit.

Chronist bundesdeutscher Sinnsuche: Mit Sendungsbewusstsein, Fleiß und Netzwerken wurde Wim Wenders zum Urgestein des Neuen Deutschen Films.

Bundeskunsthalle und DFF widmen ihm eine Gedenkschau zum 80. Geburtstag – sie präsentiert sein Lebenswerk opulent und glänzend arrangiert.

Wim Wenders hat es wieder einmal allen gezeigt.

Andere namhafte deutsche Regisseure wie Werner Herzog, Alexander Kluge oder Rainer Werner Fassbinder werden zu runden Geburtstagen ebenfalls mit Ausstellungen gewürdigt – in den Film-Museen von Berlin und Frankfurt oder dem Museum Folkwang in Essen.

Aber Wenders hat es geschafft, dass sein Lebenswerk in der Bonner „Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland“ präsentiert wird, wie sie offiziell heißt: der größten Kunsthalle des Bundes.

Anschließend wird die Schau in etwas veränderter Form im „Deutschen Filminstitut & Filmmuseum“ in Frankfurt gezeigt, so dass sie insgesamt zwölf Monate lang zu sehen sein wird.

Diese ansehnliche Laufzeit an zwei höchst renommierten Ausstellungsorten ist dem Anlass völlig angemessen, dürfte der Jubilar denken.

36 Filmpreise + 34 Ehrungen

Sein erhebliches Geltungsbedürfnis hat Wim Wenders nie kaschiert. Im Gegenteil: Im Wikipedia-Eintrag über ihn – den er vermutlich selbst pflegt oder pflegen lässt – werden nicht nur 36 Filmpreise aufgelistet, die er im Lauf eines halben Jahrhunderts bekommen hat.

Sondern auch 34 weitere „Ehrungen“, darunter etwa der „Herbert-Strate-Preis“ der Filmstiftung NRW 2010 und der „Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland“ 2016.

Seine Filmpreis-Trophäen füllen in der Bonner Gedenk-Ausstellung ein raumlanges Wandbord: Da kann man den Goldenen Bären, Goldenen Löwen oder die Goldene Palme aus der Nähe betrachten.

Kunst+Film-Redaktion

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Neuigkeiten aus der Bundeskunsthalle – magazin. 08/2025 – Wim Wenders