„Jammern hilft uns nicht weiter, wir kennen diesen Steuersatz ja aus der Vergangenheit“, schließt sich Claudia Komeyer an.
Die Hoteldirektorin im Schlossgut Oberambach am Starnberger See ärgert sich viel mehr „über die Bürokratie, die jeder Betrieb inzwischen leisten und vor allem zahlen muss.
Hygienevorschriften, Statistiken, Dokumentationen.
Und dass viele immer noch glauben, 50 Prozent der Umsätze blieben den Unternehmen.
“ Wie im Bodenmaiser Hof habe auch Komeyers Team im Münsinger Biohotel gehofft, dass der niedrige Mehrwertsteuersatz bleiben würde und konnte nicht sofort reagieren:
„Jetzt müssen wir bei Angeboten die Rabatte schmälern und auch sonst genau kalkulieren.“ Ein Hoffnungsschimmer:
„Bei Firmenkosten ist die Erhöhung der Mehrwertsteuer ein Durchlaufposten und wird verständnisvoll angenommen. Bei Individualgästen jedoch sind wir auf Akzeptanz angewiesen, da wir die Raten anheben mussten."


Claudia Komeyer, Hoteldirektorin im Schlossgut Oberambach Foto: © privat



