Gesellschaft Freunde der Künste
Michael Buchinger nimmt Stellung

Michael Buchinger, Direktor des Lifestyle-Hotels Das Aunhamer, zu der MWST Erhöhung

Für Michael Buchinger, Direktor des Lifestyle-Hotels Das Aunhamer – Suite & Spa in Bad Griesbach war es „relativ früh abzusehen, dass die Steuerreduzierung nicht dauerhaft sein würde.“

Trotzdem sei Deutschland immer noch eines der günstigsten Länder im Restaurantbereich und „preislich kein Vergleich mit Tourismusmagneten wie Österreich, Frankreich, Italien oder mittlerweile sogar Kroatien.

Daher finde ich es unsexy, sich ausschließlich zu beschweren.

Wir müssen den Gästen einfach ehrlich kommunizieren, dass guter Service, Ambiente, Leistung und Kreativität einer Küchencrew sowie hochwertige Zutaten Geld kosten“, sagt Buchinger und erinnert an ein Zitat seiner Großeltern:

„Was nichts kostet, ist nichts wert.“

Zu den neuen Herausforderungen für Hoteliers und möglichen Vorteilen für Gäste meldet sich aus dem niederbayerischen Bäderdreieck nochmals Aunhamer-Hoteldirektor Michael Buchinger:

„Da in den F&B-Outlets die Mehrwertsteuer sowie die Erhöhung des Mindestlohns zusammentreffen, mussten wir unsere Halbpensionspreise um sechs Prozent anheben.

Dafür haben wir im Gegenzug Pakete wie ‚Early & Late Wellness‘ für Direktbucher via Website oder Telefon als Inklusivleistungen hinzugefügt.“

So biete man dieser Gruppe nun einen tatsächlichen Mehrwert für eine minimale Erhöhung, während es neben Reiseveranstaltern und OTAs auch für externe Gäste im Restaurant „Francesca“ und in „Bruno’s Bar“ einen Tick teurer wurde.

„Das kommt unserer Zielsetzung, den Anteil an Direktbuchern zu erhöhen, langfristig hoffentlich entgegen“, sagt Buchinger. Und ergänzt mit Blick in die Zukunft:

„Unsere Branche muss wieder mehr für kreative Lösungen stehen und weniger als problemorientiert oder pessimistisch wahrgenommen werden.

Kein Gast will zu einem Wirt, der nur jammert, wie viel besser es früher war.

Das war es nämlich nicht! Wir sehen zum Beispiel einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage nach vegetarischen und veganen Gerichten, was sich mittelfristig auch sehr positiv auf den erforderlichen Wareneinsatz für unsere Gastronomie auswirken wird.“