Gesellschaft Freunde der Künste
Das sagen deutsche Gastgeber zu der MWST Erhöhung

Sandra Geiger-Pauli vom Hotel Bodenmaiser Hof zu der MWST Erhöhung auf 19 Prozent

„Wir haben bis zum Schluss auf den vernünftigen und logischen Umgang der Politik mit diesem Thema gehofft“, sagt Geschäftsführerin Sandra Geiger-Pauli vom Hotel Bodenmaiser Hof im Bayerischen Wald.

„Auch die Aktivitäten im Hotel- und Gaststättenverband stimmten uns positiv.

Nachdem kurz vor Jahresende klar wurde, dass der engagierte Kampf für unsere Branche wohl aussichtlos sein würde, blieb zu wenig Zeit, um darauf zu reagieren.“

Denn die Preise standen in Geiger-Paulis Familienbetrieb bereits für eine gewisse Periode fest, konnten entsprechend nicht kurzfristig angepasst werden und so trage man die höhere Steuerlast vorerst selbst.

„Demnächst aber müssen wir die Mehrkosten an die Gäste weitergeben“, zeigt sich Sandra Geiger-Pauli enttäuscht, ergänzt jedoch:

„Wir wollen unserer Philosophie der fairen Preise auch weiterhin treu bleiben und die Aufschläge, soweit es uns möglich ist, im Rahmen halten.

Jetzt gilt es, gemeinsam mit unseren Partnern sowie Lieferanten kreative Lösungen zu finden – dem Gast zuliebe.“

Nach der Steuervergünstigung ist vor den alten Problemen – oder sind es gar ganz neue Herausforderungen, denen sich deutsche Gastgeber künftig stellen müssen?

Seit rund einem Monat gilt wieder der alte Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf Speisen.

Trotz starker Kampagnen von Interessensvertretern wie dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA, der eine fünfstellige Zahl an Betrieben vor dem Aus sieht, lief die Unterstützung des Bundes entgegen aller Hoffnungen am 31. Dezember 2023 aus.