Farbe ist das einfachste Mittel zur Raumgestaltung, denn sie gibt den Ton an. Neben persönlichen Vorlieben spielt Farbpsychologie eine wesentliche Rolle.
So wirken Töne aus dem warmen Spektrum wie Gelb, Orange und Rot eher kuschelig-gemütlich, während kühle Vertreter wie Violett, Blau und blaustichiges Grün Frische, aber zugleich auch Ruhe ausstrahlen.
Naturverbundene Töne wie Braun und Beige erzeugen einen entspannten und geerdeten Gesamteindruck. Mithilfe der Farbintensität lassen sich Räume sogar formen:
Dunkle Nuancen machen ihn kompakter, helle Töne geben ihm Weite.
Schlauchförmige Zimmer werden mit einem dunklen Anstrich an der kurzen Seite zum Beispiel optisch verkürzt – niedrige Decken wirken höher, wenn sie heller sind als die Wände.
Um dem Raum Struktur zu geben, können Akzentwände gezielte Inseln schaffen.Susanne Kleehaas setzt in Portugal vorzugsweise auf monochrome Raumgestaltung:
„Verschiedene Abstufungen einer Farbe in hellen und dunklen Nuancen geben dem Raum einen stilvollen Grundcharakter, der dann mit zusätzlichen Akzenten und passenden Accessoires zum Leben erwacht.“
Akzente setzen und mutig sein
Akzente können vielfältig gesetzt werden. So sollten Textilien wie Kissen, Decken, Teppiche und Vorhänge nicht fehlen, sonst wirkt ein Zimmer schnell steril und kühl.
„Dabei darf man sich gerne auch mal etwas trauen und einen außergewöhnlichen Stil wählen“, ermutigt die Geschäftsführerin von Victor’s Residenz-Hotels.
Für die Ausstattung von Schlafzimmern verwendet die gebürtige Saarländerin zum Beispiel gern extravagante Motiv-Textilien, etwa französische Toile-de-Jouy Stoffe.
Wände dürfen nicht nur, sondern sollen sogar als individuelle Leinwand genutzt werden.
Wichtig ist dabei nur, Arrangements aus Bildern und Kunst mit einem verbindenden Element Struktur zu geben, etwa mit einem Rahmen, einem gleichen Farbschema oder Thema.
Und wer auf Accessoires setzt, sollte diese auf jeden Fall in ungerader Anzahl verwenden. Das wirkt harmonischer.
Die Expertin: „Auch Möbel müssen sich nicht immer ordentlich an die Wand schmiegen. Abgerückt bilden sie Wohninseln, die das Gesamtbild strukturieren und einzelne Elemente zum Blickfang machen.
Dominant gewählte Lieblingsstücke lassen sich auf diese Weise gekonnt inszenieren.“


In der Gartenvilla Lilas der Ferienhausanlage Victor’s Portugal an der Westküste des Landes verleihen die unterschiedlichen Nuancen einer Farbwelt dem Raum seinen Charakter. © Victor’s Group/Paul Mukian



