Gesellschaft Freunde der Künste
Die Faszination an der Verzerrung

Fisheye-Objektive - die Kunst der verzerrten Perspektive

Das Ziel der Fotografie ist es immer, den Blickwinkel des Betrachters zu erweitern. Das gelingt mittels ungewöhnlicher Perspektiven oder spannender Themen, doch auch mit der passenden Technik.
 
 Eine Möglichkeit, die den Betrachter sofort in eine andere Welt eintauchen lässt, ist das Fisheye-Objektiv. Kenner der Fotografie wissen, dass es sich bei dieser Art von Objektiv um die extreme Form des Weitwinkelobjektivs handelt.

Hier geben die Winkel, Linien, Perspektiven keinen Sinn mehr, doch nur so ist es möglich, einen Blickwinkel von bis zu 180 Grad wiederzugeben.

Jede Aufnahme, mag diese noch so gewöhnlich sein, wird beim Blick durch das Fisheye-Objektiv zu einem Kunstwerk. Der Himmel spannt sich in einem sphärischen Bogen, und Gesichter wirken gleichzeitig verzerrt und doch vertraut.

Die Faszination an der Verzerrung
 
 Das Fisheye-Objektiv vereint auf geniale Weise das technisch Machbare mit dem künstlerisch Beeindruckenden.

Die Verzerrung, etwas, das bei gewöhnlichen Objektiven ein No-Go ist, ist der Schlüssel, um mit einem Fischaugenobjektiv aus einem Alltagsmotiv etwas vollkommen Neues zu machen.

Der breiten Masse wurde diese besondere Objektivkategorie während der 1980- und 1990-Jahre bekannt, als Sportfotografen möglichst nahe das Geschehen einfangen wollten.

Auch heute verbinden viele diese spezielle Ästhetik eines solchen extremen Weitwinkelfotos mit den Aufnahmen aus der Indie-Skateszene.

Für besondere Momente - auch in der Digitalfotografie
 
 Bei der Wahl eines Fisheye-Objektivs müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden. Zuerst muss sich für eine Brennweite entschieden werden.

Die Unterschiede sind zwar meist marginal, doch bereits das reicht aus, um die Bildwirkung zu beeinflussen. Je kürzer die Brennweite ist, desto größer sind der Bildwinkel und die Verzerrung.
 
Welches Objektiv geeignet ist, hängt zudem stark von der Kamera und deren Objektivanschluss ab. Die Auswahl ist zum Glück riesig, denn Fischaugenobjektive sind fast immer Bestandteil des Portfolios namhafter Drittanbieter für Objektive.

Zuletzt sollten die Bild- und Verarbeitungsqualität stimmen. Zwar kommt es wegen des speziellen Charakters bei einem solchen Objektiv nicht unbedingt auf die Schärfe oder auf das Ausbleiben chromatischer Aberrationen an, doch ein Vergleich schadet nie.

Bei anerkannten Fotoexperten wie Kamera Express findet sich eine breite Auswahl bewährter Fisheye-Objektive.

Neben Klassikern wie dem Canon EF 8–15 f/4L Fisheye USM, das als eines der wenigen Objektive dieser Bauart einen Zoom bietet, finden sich im Shop auch bewährte Varianten von Drittanbietern wie Sigma oder Meike.

Für Anfänger empfehlen sich Objektive im mittleren Preissegment, die es praktisch für alle Objektivanschlüsse gibt.

Ein Beispiel ist das Samyang 8 mm f/3.5 UMC Fisheye CS II. Dieses Objektiv glänzt an APS-C-Sensoren und erlaubt einen günstigen Einstieg in die Fischaugen-Fotografie.

Mehr als ein Werkzeug
 
 Während Zoomobjektive, die gängige Brennweiten abdecken, gerne als die täglichen Werkzeuge eines Fotografen betrachtet werden, ist das Fisheye-Objektiv anders.

Es lädt automatisch zu einer Auseinandersetzung mit der eigenen Kreativität ein und bedeutet Aufnahmen, die immer beeindrucken und jede noch so alltägliche Szene in etwas Besonderes verwandeln.

Nur selten ist das Fischaugenobjektiv das Hauptobjektiv eines Fotografen. Vielmehr ist es eine Ergänzung, die dem Portfolio von Profis und ambitionierten Hobbyfotografen etwas vollkommen Neues hinzufügt.
 
Wer aus seiner gewohnten Perspektive ausbrechen möchte, sollte dem Fisheye-Objektiv also unbedingt eine Chance geben. Es öffnet einem die Augen, das ist garantiert.