Die erste in Serie gefertigte Leica Kamera, Leica I, hat mit ihrem kompakten und handlichen Format vor 100 Jahren die Welt der Fotografie revolutioniert.
Vor dem Start der Serienfertigung 1925 hatten die Ernst Leitz Werke zwei Jahre zuvor wenige Prototypen produziert – die sogenannte 0-Serie mit den Seriennummern 101-125.
Der Verbleib von knapp einem Dutzend dieser Leica 0-Serien ist heute noch bekannt. Als Meilenstein der Fotografiegeschichte und Wegbereiter der Fotoreportage sind diese heute begehrte Sammlerobjekte.
Mit der Versteigerung der 0-Serie Nr. 105 stellte das Auktionshaus Leitz Photographica Auction 2022 den Weltrekord für die teuerste Kamera auf (14,4 Mio.
Euro inklusive Premiu. Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten in der Leica Welt in Wetzlar auktioniert Leitz Photographica Auction im Juni 2025 erneut eine 0-Serie – die Nr. 112.
Im Rahmen der Mailand Design Week wird die Kamera erstmalig der Weltöffentlichkeit präsentiert und ist dort ab dem 4. April 2025 im Leica Store Milano zu sehen.
Die 46. Leitz Photographica Auction wartet während der mehrtägigen Leica Jubiläumsfeierlichkeiten in der Leica Welt in Wetzlar am 27. Juni 2025 mit einem der außergewöhnlichsten Exponate auf, das in der Welt der Fotografie zu finden ist:
Die Leica 0-Serie Nr. 112 aus dem Jahr 1923 kommt unter den Hammer. Der knapp über 100 Jahre alte Fotoapparat zählt zu den ersten jemals hergestellten Kleinbildkameras der Welt.
Die Nr. 112 wurde nach Fertigstellung von Oskar Barnack, dem Leiter der Versuchsabteilung der Ernst Leitz Werke, der kurz vor dem Ersten Weltkrieg die Ur-Leica konstruiert hatte, persönlich entgegengenommen.
Dieser Fotoapparat, der 35mm-Film als Trägermedium verwendete und klein genug war, um in eine Jackentasche zu passen, sollte schließlich als Grundlage für die Leica I und ihre 0-Serien Prototypen dienen.
Zwei Weltrekorde in fünf Jahren
Während sich die Ur-Leica im Besitz der Leica Camera AG (so der Name, unter dem das Unternehmen heute firmiert) befindet und unverkäuflich ist, bietet sich leidenschaftlichen Sammler:innen historischer Fotoapparate mitunter die seltene Gelegenheit, eine 0-Serie im Rahmen einer Auktion zu erstehen.
Wie begehrt diese Kameras sind, zeigt sich unter anderem an den Ergebnissen der jüngsten Versteigerungen:
Die letzten drei 0-Serien, die auktioniert wurden, wechselten allesamt für mehr als zwei Millionen Euro den Eigentümer.
Für zwei dieser Ergebnisse zeichnet die Leitz Photographica Auction verantwortlich.
So stellte das Auktionshaus zunächst 2018 mit der 0-Serie Nr. 122 den Rekord für die teuerste Kamera der Welt auf (2,4 Millionen Euro inkl. Premium) und überbot diesen 2022 mit der 0-Serie Nr. 105 (14,4 Millionen Euro inkl. Premium) noch einmal deutlich.
Bis heute hält die Nr. 105 damit den Weltrekord.
„Eine 0-Serie, die zum Verkauf steht, ist in der internationalen Sammler:innenszene immer ein enorm großes Ereignis", erklärt Alexander Sedlak, Geschäftsführer von Leitz Photographica Auction.
„Zum 100-jährigen Jubiläum der Leica I einen Prototypen dieser legendären Kamera-Generation im Aufgebot zu haben, die den Grundstein für die moderne Fotografie legte, ist eine besondere Freude."
So außergewöhnlich die 0-Serie, die die Highlights der 46. Leitz Photographica Auction anführt, so außergewöhnlich der Rahmen, in dem sie der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Das Auktionshaus stellt sein kommendes Top-Los am 4. April 2025 bei der Mailand Design Week im Leica Store Milano vor.
Weitere Highlights wird die Leitz Photographica Auction in den kommenden Wochen präsentieren. Der vollständige Katalog der Versteigerung wird im Mai veröffentlicht.


Die Leica 0-Serie Nr. 112 (c) Leitz Photographica Auction



