Gesellschaft Freunde der Künste

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Im Reich der Kugelbläser

Der Geburtsort der gläsernen Christbaumkugel liegt am thüringischen Rennsteig gelegenen Lauscha

Außerhalb der Vestestadt entdecken Besucher der Region Coburg.Rennsteig an jedem Adventswochenende einen anderen Weihnachtsmarkt.

So versprüht Sesslach am 30. November und 1. Dezember im historischen Stadtkern mittelalterlichen Charme, während die Kurstadt Bad Rodach immer am dritten Adventssonntag die traditionsreiche „Fränkische Weihnacht“ feiert.

Auf dem Lauschaer Kugelmarkt dreht sich am ersten und zweiten Adventswochenende alles um den handgefertigten Christbaumschmuck und in der Spielwarenstadt Sonneberg wird es vom 12. bis 15. Dezember besonders besinnlich.

Neben dem Weihnachtsmarkt verzaubert dort das Spielzeugmuseum kleine und große Besucher mit Geschichten von Puppen, Teddybären und anderen Gaben, die seit dem 16. Jahrhundert der einstigen „Werkstatt des Weihnachtsmannes“ entsprungen sind.

Wer es nicht abwarten kann: Bereits ab September können Besucher im Historischen Weihnachtsmuseum in der Alten Weihnachtsfabrik in Neustadt bei Coburg in die glitzernde Welt des Christkinds eintauchen.

Wie ein Schatz ruht die Weihnachtsdeko in Watte gepackt und wartet alljährlich darauf, ihren Platz am Baum einzunehmen. Federleicht liegen die Kugeln in der Hand, fragil und hauchzart.

Nicht umsonst zählt der mundgeblasene Lauschaer Christbaumschmuck seit 2021 zum immateriellen Weltkulturerbe.

Das thüringische Städtchen in der Region Coburg.Rennsteig gilt als Geburtsort der Kunst, deren Ursprung auf die Glasmurmel (Märbel) zurückgeht.

Erfunden 1853 von Elias Greiner Vetter, gründete er eigens dafür die ELIAS Glashütte in Lauscha. Im Lauf der Jahre entwickelte sich daraus die berühmte Weihnachtskugel.

Heute gibt es sie in unendlicher Form und Vielfalt. Die Herstellungsmethode hingegen hat sich bis heute praktisch nicht verändert.

In den Lauschaer Glashütten können Besucher nicht nur handgefertigten Weihnachtsschmuck einkaufen und den professionellen Glasbläsern über die Schultern schauen, sondern bereits ab sieben Jahren selbst ihre eigene Traumkugel erschaffen – und das nicht nur zur Adventszeit.