Absagen, Absagen, Absagen. Das Coronavirus beherrscht das gesamte öffentliche Leben. Die Veranstalter des Deutschen Werbefilmpreises teilten mit, dass sie "Mit großem Bedauern beschlossen haben, die für den 27. März geplante Verleihung des Deutschen Werbefilmpreises als Publikumsveranstaltung in Hamburg abzusagen".
Google empfiehlt seinen Mitarbeitern in Deutschland, angesichts der Coronavirus-Ansteckungsgefahr von zuhause aus zu arbeiten. Google hat in Deutschland größere Standorte in Berlin, Hamburg und München. In Nordamerika wurden die Google-Beschäftigten aufgerufen, zunächst bis zum 10. April auf Heimarbeit umzusteigen, meldet dpa.
Auch Apple schickt Mitarbeiter ins Home Office. Apple-Chef Tim Cook hat seinen weltweiten Angestellten wegen des neuartigen Coronavirus Heimarbeit angeboten. Die Virus-Epidemie sei ein "beispielloses Ereignis" und ein "herausfordernder Moment", schrieb Cook am Wochenende an die Belegschaft des iPhone-Konzerns.
Absagen und Verschiebungen von Messen kostet bis zu 3 Mrd. Euro. Durch die Absagen und Verschiebungen von Messen in Deutschland wegen des Corona-Virus ist der Messestandort Deutschland schon jetzt erheblich betroffen, schreibt Holger Schellkopf von W&V.
Mehr als 118.000 bestätigte Infektionen in 114 Staaten: Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Covid-19 jetzt zur Pandemie erklärt. Nun wurde auch die Thüringer Bachwochen 2020 vollständig abzusagt.
Aber es gibt noch Optimisten, das 51. Deutsches Jazzfestival Frankfurt in der Alten Oper Frankfurt wird am 28. Oktober von der 28-jährigen amerikanischen Jazzsängerin Jazzmeia Horn eröffnet. Also Kopf hoch.
Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V,
Lieber Herr Böhmer,
Nokia trifft es besonders hart. Der finnische Hersteller wollte im neuen James-Bond-Film eigentlich sein nächstes Smartphone enthüllen. Doch da der Blockbuster nun sieben Monate später herauskommt, wird das erst mal nichts. Für einen Smartphonehersteller ist das besonders ärgerlich.
Denn ein aktuelles Handy ist ein halbes Jahr später längst nicht mehr neu. Der erhoffte Webeeffekt für Nokia verpufft. Für Swatch dagegen scheint sich die Partnerschaft mit James Bond trotz allem zu lohnen. Vielleicht profitieren die Schweizer sogar von der Verschiebung.
Während die Kinobranche unter Corona leidet, schauen die Menschen spürbar mehr fern, bestätigt die AGF. Und sie streamen. Wer den Fernseher und Netflix leergeschaut hat, für den haben wir einen Onlinesehtipp: den vermutlich längsten Werbespot der Welt.
Der Streifen kommt von Apple und dauert ganze fünfeinhalb Stunden. Sie ahnen schon, was im Fokus des Spots steht, oder?
Elon Musk dagegen ist über Apple gerade nicht so glücklich. Der Tesla-Chef wetterte auf einer Raumfahrtkonferenz öffentlich gegen den iPhone-Bauer und dessen Betriebssystem. Es habe sein "E-Mail-System kaputt gemacht".
Musk teilt derzeit nicht nur gegen Apple aus. Erst gestern hatte er auf Twitter über das Coachella-Festival hergezogen. Die Veranstalter revanchierten sich clever. Apple dagegen bleibt die lustige Antwort bislang schuldig.
Einen schönen Abend wünscht
Verena Gründel


Die 00-Agentin Nomi sollte eigentlich das neue Nokia-Phone bewerben. Doch der Kampagnenstart liegt auf Eis. Foto: HMD Global/Nokia




