Vom Leben im Freien erzählt Nina Burtons neuer Roman „Notizen aus dem Sommerhaus", das bei btb (www.btb-verlag.de) erschienen ist, gute 300 Seiten umfasst und 24 Euro kostet:
In ihrer wunderbaren Memoir erzählt die preisgekrönte schwedische Schriftstellerin von der Renovierung eines Sommerhauses und den Tieren, denen sie dabei begegnet.
In lyrischer Sprache, aus dem Schwedischen von Paul Berf, nimmt uns Burton mit zu einer einzigartigen Erkundung des Lebens und der Natur. Apropos:
„Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern, die sich den großen Fragen des Lebens stellen:
Was ist Liebe und wohin führt uns der Tod? Hanya Yanagihara, aus dem Englischen von Stephan Kleiner, hat es auf fast 1000 Seiten geschafft, uns in einen literarischen Rausch zu versetzen und uns am Ende mit einer Katharsis zu belohnen, die ich in der deutschen Literatur seit Jahrzehnten vermisse.
Erschienen bei Piper (www.piper.de). 18 Euro.
Das Ausbleiben der Katharsis, altgriechisch für Reinigung, liegt sicher mit in der vermutlich mittlerweile globalen Angst begründet, um die es in Jonathan Heidts Buch „Generation Angst" geht.
Wie internationale Erhebungen zeigen, hat sich nämlich die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in vielen Ländern der Welt verschlechtert, auch bedingt durch Smartphones, Social Media und die unrühmliche Selfie-Kultur.
Ein gesundes Aufwachsen scheint mehr und mehr in weite Ferne zu geraten, die soziale Katastrophe zieht heran, und wir gehen mit offenen Armen auf sie zu.
Aus dem Englischen von Monika Niehaus und Jorunn Wissmann. Rowohlt Verlag (www.rowohlt.de). 26 Euro. 450 Seiten.
Sönke C. Weiss


Jonathan Heidts Buch „Generation Angst"



