„Sex. Jüdische Positionen." So der Titel der neuen wie faszinierenden Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin, die seit dem 17. Mai zu sehen und gemeinsam mit dem Jüdischen Museum Amsterdam entstanden ist.
Worum es geht? Sex und jüdisches Leben natürlich. Die Ausstellung mit dem doppeldeutigen Titel spielt mit den unterschiedlichen Auffassungen von Sexualität im Judentum.
Moderne und zeitgenössische Kunst, traditionelle Artefakte, Film und moderne Medien illustrieren unterschiedliche jüdischen Positionen, die im Kanon der rabbinischen Literatur seit Jahrhunderten diskutiert wurden.
Von der zentralen Bedeutung von Ehe und Zeugung über Begehren, Tabus und Infragestellung sozialer Normen, bis hin zur Erotik der Spiritualität, präsentiert Sex.
Jüdische Positionen das Spektrum jüdischer Haltungen und zeigt die Aktualität traditioneller Debatten in heutigen jüdischen Positionen zur Sexualität auf.
Anhand von Exponaten aus 2000 Jahren führt die Schau aus, welche Debatten Jüdinnen und Juden über Sexualität führen und welche Fragen das Judentum bereits seit Jahrhunderten verhandelt.
Welche Rolle spielt Sexualität im Judentum? Welche Positionen lassen sich aus traditionellen Texten und neuen Schriften ablesen, und welche Haltungen zu LGBTQ+-Personen?
Wie unterscheidet sich die Praxis orthodoxer Jüdinnen und Juden von der liberaler Jüdinnen und Juden?
Weitere Informationen unter www.jmberlin.de/sex - der gleichnamige Katalog zur Ausstellung ist bei Hirmer (www.hirmerverlag.de) erschienen, kostet 39,90 Euro und ist tatsächlich ein wunderbares Nachschlagewerk zu dieser Thematik.
Bis zum 6. Oktober 2024 noch ist die Ausstellung "Sex. Jüdische Positionen" zu sehen.
Sönke C. Weiss


Ausstellung "Sex. Jüdische Positionen" Foto: Jens Ziehe



