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Lust auf Wandel

Die Zukunft nach Corona, weg von jeglicher Hysterie

Seit dem 27. Januar 2020 ist die COVID-19-Pandemie in Deutschland präsent, am 27. März trat der sogenannte Shutdown in Kraft, heute, nach den ersten Lockerungen, ist unsere Gesellschaft geteilt in Verschwörungstheoretiker, Vernünftige, Leichtsinnige und denen, die sich irgendwo dazwischen zu Hause fühlen.

Bücher gibt es selbstverständlich auch schon zu unserer neuen Zeitrechnung, zwei davon empfehle ich sehr, weil sie weg von jeglicher Hysterie angesiedelt sind, ein positives Weltbild spiegeln und Lust auf neues Gemeinwohl machen.

In „Trotzdem“ gehen der Jurist und Schriftsteller Ferdinand von Schirach sowie der ebenfalls Jurist und Filmemacher Alexander Kluge der Frage nach, was Corona für unsere Gesellschaftsordnung und unsere bürgerliche Freiheit bedeutet.

Ihr scharfsinniges Gespräch stimmt nachdenklich und bietet viele Lösungsansätze, hat Weitblick und endet mit der Frage, warum eigentlich wenden wir unsere Lehren durch Corona nicht ins Positive?

Von außen ist „Trotzdem“ - bei Luchterhand (www.randomhouse.de) erschienen - ein unscheinbares Buch, in der Flut sensationslüsterner Berichterstattung sind die 80 Seiten für nur acht Euro aber eine lohnende Reflexionshilfe.

Wie „Die Zukunft nach Corona“ des Trend- und Zukunftsforschers Matthias Horx, der auf 144 Seiten beschreibt, wie Corona unsere zwischenmenschliche Kommunikation verändert, die Art wie wir arbeiten, wie wir fühlen, denken und welche Rolle die menschliche Angst in unserer Gesellschaft spielen wird.

Es geht dem Autoren um die gesellschaftlichen Herausforderungen und wie wir diese in Zuversicht wandeln können. Grundsätzlich handelt „Die Zukunft nach Corona“, bei Ullstein (www.ullstein-buchverlage.de) für 15 Euro erschienen, von unserem Umgang mit dem Unberechenbaren und dass es keinen Weg zurück in die Vergangenheit gibt, selbst wenn sich das viele von uns erträumen oder vormachen.

Panik und Verblüffung weichen hier einer wahren Lebenserfahrung, die unser Inneres verändern wird, wodurch Corona auch zum Spiegel unserer selbst wird, unseres Wandels, auf den wir irgendwann die richtigen Antworten finden werden.

Sönke C. Weiss

 

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