Gesellschaft Freunde der Künste
Kommentar und Meinung zu Wien Tanzt

Die Wiener Bälle sind ein fester Bestandteil des städtischen Lebens

Herwig Nowak schreibt aus Wien - Wien Walzt. Wien ist schön. Ob wir an die imperialen Bauten der Ringstrasse, die Gassen der Altstadt oder die bukolischen Reize des die Stadt umgebenden Weinlandes denken: die Lebensqualität der Stadt ist nicht zu überbieten.

Die Wiener Bälle

Allerdings verstehen die Wiener auch, etwas aus ihrer Stadt zu machen. Die Osterweiterung der Europäischen Union vor wenigen Jahren hat der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt einen heilsamen Impuls gegeben, der genutzt wurde. Und ihr kulturell-gesellschaftliches Leben- so konstatiert man- erlebt derzeit geradezu eine Blüte.

Keine Grossstadt kann das bieten, ausser Wien

Hier verlohnt es, den Wiener Bällen eine besondere Erwähnung zu schenken. Keine, aber auch wirklich keine europäische oder aussereuropäische Grossstadt vermag insoweit Gleiches zu bieten. Ob wir zunächst ihrer schieren Anzahl, dann aber vor allem ihrer Qualität unsere Aufmerksamkeit schenken, sie sind fester Bestandteil des städtischen Lebens.

Sich zeigen und Tanzen

Eigentlich verschaffen sie das ganze Jahr über dem Wiener und ganz besonders der Wienerin aber natürlich auch dem internationalen Touristenstrom Gelegenheit, sich zu zeigen, ja… und zu tanzen. Zu tanzen in Schönheit und Perfektion, die ihresgleichen suchen.

Das beherrschende Ereignis der sommerlichen Bälle ist der Concordia Ball, den der Presseclub Concordia, die Vereinigung der Österreichschen JournalistInnen und SchriftstellerInnen, veranstaltet. Zum 120sten Male fand er in diesem Jahr am 2. Juni im Wiener Rathaus statt. Der Ball bezieht seine Aussenwirkung aus seiner Hinwendung zu einem jeweils wechselnden Gastland, in diesem Jahr war es Indien.

Und so bestand der Ballablauf zum einen aus dem traditionellen Wiener Ballgeschehen, das sich der besonderen Zuneigung der Ballbesucher erfreut, und zum anderen aber auch aus künstlerischen, speziell musikalischen und tänzerischen Importen aus Indien.

Man mag sich fragen, ob sich das Eine und das Andere wohlgelungen integrierten. Indessen waren Festesfreude und Tanzeslust der 2000 Teilnehmer unüberbietbar gross. Glückliche Stadt, die auch nur Vergleichbares zu bieten hat.

Herwig Nowak

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