Gesellschaft Freunde der Künste
Zeit-Recherche über Sexismus

Scholz & Friends ist im Krisenmodus und muß handeln

Verena Gründel, Mitglied der Chefredaktion bei W&V, berichtet über die Folgen von Sexismus bei Scholz & Friends.

Lieber Herr Böhmer,

Scholz & Friends ist im Krisenmodus. Die Zeit-Recherche über Sexismus im Agenturalltag hat offensichtlich intern große Wellen geschlagen.

Und wie das in einer akuten Krise so ist, bewegt sich die Agentur auf einmal ganz schnell. Während – dem Zeitungsbericht zufolge – Mitarbeiterinnen früher lange Zeit mit ihren Problemen auf taube Ohren stießen, hat die Agentur nun in Windeseile einen Aktionsplan angekündigt.

Ein ganzer Strauß an Maßnahmen soll Sexismus und Diskriminierung nun ein für alle Mal aus der Agentur verbannen. Der ganzheitliche, fast schon radikale Ansatz hat auch mich überrascht. Das muss ich zugeben.

Doch bisher ist der Plan nicht mehr als eine lange Liste warmer Worte, die erst noch in die Tat umgesetzt werden wollen. Spätestens im nächsten Jahr muss die Agentur erstmals abliefern. Sie wird sich an dem Gesagten messen lassen müssen.

Wenn sie ihre Versprechen aber tatsächlich einlöst, dann könnte sie sogar zum großen Vorbild für die Branche und darüber hinaus werden. Dann werden andere Unternehmen unter Druck geraten nachzuziehen.

Was überaus wünschenswert wäre. Die Enthüllungsgeschichte ist also eine große Chance für Scholz & Friends, sich besser aufzustellen und ein Exempel zu statuieren.

So ist das ja oft mit Krisen. Man muss sie nur richtig zu nutzen wissen.

Einen schönen Abend wünscht

Verena Gründel

 


Wenn sie noch mehr Informationen über Content-Marketing, Storytelling, Digitale-Transformation, Influencer-Marketing, Produkt und Markenwelten sowie Geschichten und Informationen aus der Werbebranche erfahren wollen, besuchen sie unsere Rubrik Marketing News, hier erfahren sie ständig was die Werbe-Welt bewegt