Verena Gründel, Chefredakteurin bei W&V, weiß nicht ob sie Lachen oder Heulen soll.
Lieber Herr Böhmer,
der deutsche Beamten-Bürokratie-Vorschriften-Apparat zeigt sich mal wieder von seiner besten Seite. Nein, ich meine nicht die Impfstrategie.
Auch der Getränkehersteller Lemonaid bekommt den Wahnsinn gerade voll ab. Erinnern Sie sich noch an den Aufschrei, als die Drinks nicht mehr Limonade heißen durften, weil zu wenig Zucker drin ist?
Jetzt hat die Lebensmittelbuch-Kommission eine Lösung für das Problem: Lemonaid soll einfach mit einem Hinweis auf den Flaschen warnen, dass weniger Zucker als üblich enthalten ist.
Werfen Sie auch gerade einen Blick in den Kalender? Das können Sie sich sparen, der 1. April ist erst in drei Tagen.
Diese Nachricht ist bitterer, oder besser, süßer Ernst.
Ferrero dagegen ist ein Vorzeigelebensmittelhersteller. Über zu wenig Zucker konnten sich die Behörden zumindest nie beschweren.
Auch nicht über zu wenig Palmöl – wenn ich das einwerfen darf. Aber darum soll es nicht gehen. Ferrero pitcht .
Die Italiener schreiben offenbar einen Media-Etat für weltweit rund 100 Märkte aus. Schon wieder.
Wenn Sie immer noch nicht genug Süßes haben, dann kommen hier noch News von Toffifee. Die Pralinen soll man, wenn es nach Storck geht, nun auf Snapchat fangen.
Den Osterhasen für dieses Game gibt niemand Geringeres als Bugs Bunny. Das Gute an den digitalen Pralinen:
Man kann ihnen weder Diabetesgefahr noch Zuckermangel vorwerfen.
Einen schönen Abend wünscht
Verena Gründel


Warnung im Zigarettenschachtel-Stil: die unterzuckerte Lemonaid. Foto: Lemonaid



