In der Nacht zum Donnerstag brach die Tesla-Aktie um mehr als zehn Prozent ein. Warum? Ganz einfach, Elon Musk macht mit Tesla und jedem ausgelieferten Auto weiter Verlust. Dazu kommt, dass sich der langjährige CTO JB Straubel aus dem operativen Geschäft zurückzieht.
Auch ein weit verbreiteter Irrtum: JB Straubel war schon vor 16 Jahren bei der Entstehung des Elektroautobauers dabei – im Gegensatz zu Elon Musk, den viele für den Gründer von Tesla halten.
Glaubt diesem Mann nicht mehr
Der Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas bezeichnete Tesla als "eine Kredit- und Restrukturierungsstory", Bernstein-Analyst Max Warburton schob mit der Aussage nach, das Unternehmen scheine "strukturell unrentabel" zu sein. "Es ist an der Zeit, dass die Aktionäre und Tesla die Realität akzeptieren:
Die Tage des Unternehmens als Wachstumsstory gehen zu Ende", kommentiert das"Wall Street Journal". "Investoren müssen sich auf die Möglichkeit einstellen, dass sie unrentable Wachstumsaktien besitzen, die gerade aufgehört haben zu wachsen", warnt das Wall Street Journal.
Der Exzentriker mit Größenwahn muß bald liefern, sonst springen wohl die Investoren ab. 95.000 Fahrzeuge hat Tesla von Januar bis März ausgeliefert und dabei 408 Millionen Dollar Verlust gemacht. Damit hatten die Investoren nicht gerechnet.
Was lernen wir daraus: Auslieferungsrekorde bringen noch lange keinen Gewinn. Hart aber herzlich kommentierte das Manager Magazin: Elon Musk nimmt den Mund zu oft zu voll. "Die Lehre für die Aktionäre daraus kann nur lauten: Glaubt diesem Mann nicht mehr."
Elon Musk 2018 im Interview mit der "New York Times": "Wenn Sie jemanden haben, der einen besseren Job machen kann, lassen Sie es mich wissen. Sie können den Job haben." Vielleicht kommen die Aktionäre ja bald darauf zurück.


Elon Musk nimmt den Mund zu oft zu voll. "Die Lehre für die Aktionäre daraus kann nur lauten: Glaubt diesem Mann nicht mehr." Foto: Wikipedia CC BY 2.0 Elon Musk, Tesla Factory, Fremont (CA, USA)





