Am 8. März 2026 stehen Werke von Jean Sibelius, Moritz Eggert und Johannes Brahms auf dem Programm des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB), unter der Leitung von Chefdirigent Vladimir Jurowski. Solist am Schlagzeug ist Konstantyn Napolov.
An diesem Abend wird Moritz Eggerts „Master and Servant" für Schlagzeug und Orchester, ein Auftragswerk des RSB, im Konzerthaus Berlin uraufgeführt.
Im Mittelpunkt des Werks steht das Spannungsverhältnis zwischen Solist, Dirigent und Orchester. „Schlaginstrumente können wie kein anderes Instrument Befehle geben", sagt Eggert. „Doch wird das Ensemble folgen?"
Moritz Eggert ist als freischaffender Komponist tätig, tritt aber auch als Pianist, Dirigent, Performer/Schauspieler und Sänger in Erscheinung. Seine Musik wird weltweit aufgeführt.
Besonders bekannt ist sein Zyklus für Klavier solo „Hämmerklavier", der zu den meistgespielten Klavierwerken der Gegenwart gehört.
Konstantyn Napolov ist einer der herausragendsten Perkussionisten der Gegenwart. Als leidenschaftlicher Pionier und Förderer neuer Musik arbeitet er eng mit führenden Komponisten zusammen und ist international für Solokonzerte und Perkussionskonzerte mit Orchester gefragt.
Er studierte Schlagzeug und Dirigieren in Kiew, bevor er 2015 seine Ausbildung in Den Haag mit Auszeichnung bei Fedor Teunisse, Luuk Nagtegaal, Hans Zonderop und Wim Vos abschloss.
Ergänzt wird das Programm durch Jean Sibelius' sinfonische Dichtung „Pohjolan tytär" (Pohjolas Tochter), op. 49, inspiriert vom finnischen Nationalepos „Kalevala", sowie Johannes Brahms' Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90, die Brahms' berühmtes, einst von Joseph Joachim übernommenes Lebensmotto des Verzichts „f-a-e" (frei aber einsam) zu f-a-f: „frei aber froh" modifiziert und in einem leisen, versöhnlichen Finale ausklingt.
Das Konzert wird live auf radio3 übertragen.


Konstantyn Napolov & Vladimir Jurowski. Foto: RSB



