Gesellschaft Freunde der Künste
Nach Wien jetzt Budapest

Jonas Kaufmanns neues Album „Magische Töne“ erscheint am 10. April

Am 10. April erscheint das neue Album von Jonas Kaufmann. „Magische Töne" enthält einige der schönsten Operetten- und Opern-Melodien. Neben Evergreens von Emmerich Kálmán, Franz Lehár und Paul Abraham ist auch eine der beliebtesten Arien des Tenor-Repertoires zu hören: das titelgebende Magische Töne aus der Oper Die Königin von Saba von Karl Goldmark.

Nach Wien jetzt Budapest: Mit dem Orchester der Ungarischen Staatsoper, geleitet von Dirk Kaftan, hat Jonas Kaufmann dort sein neues Album aufgenommen.

Im Zentrum stehen Highlights von Komponisten aus der Ära der Österreich-Ungarischen Doppelmonarchie (1867–1918), voran Evergreens aus den Operetten von Emmerich (Imre) Kálmán, Franz (Ferenc) Lehár und Paul (Pál) Abraham.

„Es ist ein unglaublicher musikalischer Reichtum, den diese Epoche hervorgebracht hat“, resümiert Kaufmann. „Rückblickend können wir froh sein, dass diese Werke zum überwiegenden Teil in Wien uraufgeführt und in deutscher Sprache verfasst wurden, wodurch sie schnell international bekannt und beliebt wurden.“

In ungarischer Sprache wären sie wahrscheinlich eine nationale Kunstform geblieben – so wie die Operetten von Jenő Huszka (1875–1960), die trotz ihrer Qualitäten außerhalb Ungarns kaum gespielt wurden.

Für das vorliegende Album wählte Kaufmann einen der bekanntesten Titel von Huszka: das Auftrittslied des Bob aus der Operette Bob herceg.

„Dort ist die ganze Welt noch rot-weiß-grün“ – lautet das letzte Wort im Duett Komm mit nach Varasdin aus der Gräfin Mariza von Kálmán. Natürlich sind die Farben der ungarischen Trikolore in der Musik genauso deutlich zu hören wie in den Texten und stellen somit auch ein Stück nationaler Identität dar.

Doch steht diese zweite Blütezeit der Operette auch für jene melancholische Erinnerung an ein liberales, kosmopolitisches, kulturell vielfältiges Europa, das mit dem Ersten Weltkrieg zugrunde ging und das Stefan Zweig in seinen Erinnerungen Die Welt von Gestern so eindringlich beschrieben hat.

Jonas Kaufmanns Duettpartnerin ist Nikola Hillebrand, die sich in jüngster Zeit zu einer der gefragtesten Sopranistinnen ihrer Generation entwickelt hat.

Für Dirk Kaftan, den Dirigenten des Albums, waren die Aufnahmen eine willkommene Wiederbegegnung mit einem Genre, das er während seiner Zeit als Generalmusikdirektor in Graz gründlich studiert hat.

„Vor allem muss man sich in eine musikalische Sprache einfühlen, die sich schriftlich nicht fixieren lässt. Gerade für dieses Repertoire gilt der berühmte Satz von Gustav Mahler:

‚Das Wichtigste steht nicht in den Noten!‘ Auch deshalb fand ich die Aufnahmesitzungen mit dem Orchester der Ungarischen Staatsoper beglückend:

Die Musiker wissen genau, worum es geht und wie man es zum Klingen bringt.“

Im innovativen Stil von Paul Ábrahám, der das Genre Operette um Elemente von Jazz, Foxtrott und Revue bereicherte, sieht Kaftan eine deutliche Parallele zu den Werken von Kurt Weill, als „Ausdrucksmittel einer Zukunft, die von den Nationalsozialisten vernichtet wurde“.

Zwei Operntitel runden das neue Album ab: die Arie Hazám, hazám („Mein Heimatland“) aus der Oper Bánk bán von Ferenc Erkel – ein leidenschaftliches Bekenntnis zur ungarischen Heimat – und „Magische Töne“, die berühmte Arie aus Karl (Károly) Goldmarks Die Königin von Saba.

Magisch werden diese Töne, wenn der Sänger es versteht, seiner Stimme in exponierter Lage die zarten, innigen Pianoklänge abzugewinnen – was für Jonas Kaufmann besonders reizvoll ist: „Jemand hat mir mal gesagt:

Deine lauten Töne sind mitreißend, aber deine leisen machen mich verrückt. Wahrscheinlich wirken dramatische Töne beim Hörer eher auf Körper und Nervensystem, die leisen auf Herz und Seele.“

Ab April wird er mit dem Programm auch auf Tour sein:
11.04. Hamburg, Laeiszhalle
15.04. München, Isarphilharmonie
18.04. Nürnberg, Meistersingerhalle
20.04. Paris, Théâtre des Champs-Élysées
22.04. Wien, Konzerthaus
24.04. Budapest, MüPa
26.04. Hannover, Kuppelsaal
28.04. Essen, Philharmonie
30.04. Freiburg, Konzerthaus
03.05. Stuttgart, Liederhalle
05.05. Luzern, KKL
07.05. Mannheim, Rosengarten / Mozartsaal
09.05. Frankfurt, Alte Oper