Dracula zählt zu den beliebtesten Kino-Figuren - Bram Stokers Vampir-Roman von 1897 wurde zahllose Male verfilmt. Dem fügt Regisseur Luc Besson, französischer Spezialist für wilde Spektakel mit großen Budgets, seine Version hinzu:
In "Dracula - Die Auferstehung" durchkämmt der Blutsauger aus Transsylvanien auf der Suche nach seiner Geliebten halb Europa - opulent, sexy und romantisch.
(Kinostart: 30.10.) Die Einsamkeit des Blutsaugers: Der französische Regisseur Luc Besson, auf Genre-Mixe spezialisiert, entlockt der klassischen Vampirgeschichte von Bram Stoker eine neue Lesart.
Der Schlüssel zu seiner nicht immer originellen, aber eigenwilligen und opulenten Verfilmung ist die Liebe.
Ein Schloss in den Karpaten im 15. Jahrhundert: In seinen Schlafgemächern verbringt Prinz Vlad (Caleb Landry Jones) die Tage in leidenschaftlicher Umarmung oder beim kindlichen Spiel mit seiner Liebe Elisabeta (Zoë Bleu Sidel).
Um ihn aus der Zweisamkeit loszueisen und in seine Drachenrüstung zu stecken, müssen seine Generäle und Vasallen schon sanfte Gewalt einsetzen.
Immerhin soll ihr Prinz das christliche Europa gegen eine gewaltige osmanische Streitmacht verteidigen.
Doch in den Krieg zu ziehen und Blut zu vergießen, behagt Vlad nur bedingt; darum fordert er von Gott als Gegenleistung, Elisabeta während seiner Abwesenheit zu beschützen.
Als dieser Wunsch nicht erfüllt wird, fällt der Kriegsheld vom Glauben ab. Er verflucht Kirche und Gott; dadurch wird er zum Vampir, auf ewig zu Unsterblichkeit und Blutdurst verdammt.
Angestaubt, aber attraktiv
Die Mär vom Grafen Dracula, der seine Opfer im 19. Jahrhundert unter den Frauen der bürgerlichen Gesellschaft Westeuropas findet, ist wahrscheinlich einer dem am häufigsten verfilmten Stoffe der Kinogeschichte.
Auch wenn Bram Stokers 1897 erschienener Roman heute etwas angestaubt daher kommt, ist seine Anziehungskraft auf Filmregisseure ungebrochen.
Zuletzt trug sich Robert Eggers mit dem grandiosen „Nosferatu“ in die lange Liste der Kino-Adaptionen ein.
Dracula – ein Liebesmärchen
Nun folgt ihm Luc Besson, dessen Spezialität von frühen Filmen wie „Nikita“ (1990) über „Léon – Der Profi“ (1994) bis zu „Dogman“ (2023) schon immer schon ein leicht größenwahnsinniger Genre-Mix war.
Sein Science-Fiction-Film „Das Fünfte Element“ von 1997 mit Bruce Willis und Milla Jovovic in den Hauptrollen wurde zu einem der kommerziell erfolgreichsten europäischen Filme überhaupt. Selbstverständlich will Besson mit „Dracula – Die Auferstehung“ dem Mythos eine neue Lesart entlocken.
Kunst+Film-Redaktion
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Der transsylvanische Prinz Vlad II., Graf von Drācul (Caleb Landry Jones) wendet sich nach dem Verlust seiner geliebten Frau Elisabeta von der Kirche ab. Foto: Leonine Distribution GmbH
Dracula (Caleb Landry Jones) durchstreift halb Europa auf der Suche nach Elisabeta. Foto: Leonine Distribution GmbH
Dracula (Caleb Landry Jones) nähert sich der verführerischen Mina (Zoë Bleu) beim Tanz. Foto: Leonine Distribution GmbH



