In Emre Akals Texten knistern die Pixel: An den Rändern digitaler und analoger Welten treffen sich Avatare und Hamster, Digital Natives mit Melancholikern, Sehnsüchtige und Ausgeschlossene.
In der Spielzeit 2025.26 begrüßen wir Emre Akal als neuen Hausautor des Nationaltheaters Mannheim. Er folgt damit auf Leo Lorena Wyss.
Emre Akal entwickelt Figuren, die aus virtuellen Welten gespeist sind – aus Chats, Gaming und Künstlicher Intelligenz – oder die diesen zum ersten Mal begegnen.
Sie sind einander ausgesetzt: ihrer Naivität, ihrem Begehren, ihrer Zukunftsangst oder ihrem schrägen Humor.
Mit feinem Gespür lotet Akal die Fragen aus, die unsere Gegenwart bewegen: Wann bietet Virtualität Trost? Warum suchen wir Liebe in Maschinen?
Und wann beansprucht Künstliche Intelligenz das Recht auf Emanzipation und Identität?
Zum Auftakt seines Hausautoren-Jahres zur Lesung mit Emre Akal. Ausschnitte aus seinen bisherigen Stücken stehen ebenso auf dem Programm wie ein exklusiver Preview auf sein Auftragswerk für das Nationaltheater Mannheim, »Es sagt, es liebt uns«, das am 31. Januar 2026 im Studio Werkhaus zur Uraufführung kommen wird.
Mit: Emre Akal, Maria Helena Bretschneider, Elodie Toschek, Boris Koneczny, Sarah Zastrau
Moderation: Olivia Ebert
Der Aufenthalt von Emre Akal als Hausautor in der Spielzeit 2025.26 wird durch die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e.V. ermöglicht.
Emre Akal lebt als Autor und Regisseur in München. Seine Arbeiten, die sich an der Schnittstelle von Choreografie, Installation und Bildkomposition bewegen, waren u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Thalia Theater Hamburg,
am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Schauspielhaus Graz, am Schauspiel Leipzig, am Schauspiel Hannover und in der freien Szene in München, Stuttgart und Wien zu sehen.
Für seine Theatertexte erhielt er bereits mehrfach Auszeichnungen, wie beispielsweise den exil-Dramatiker*innenpreis der WIENER WORTSTAETTEN, den Förderpreis für Theater der Stadt München und den Bayerischen Kunstpreis für Literatur.
2021.22 arbeitete Emre Akal als artist in residence eng mit den Münchner Kammerspielen zusammen. In der Spielzeit 2025.26 ist Emre Akal Hausautor am Nationaltheater Mannheim.


Portrait Emre Akal (c) Adem Yilmaz Cinar.jpg



