Heillos und gewalttätig geht es in "Kein Weg zurück" zu. Ein 17-Jähriger Däne hat sich in Syrien der Terrorgruppe "Islamischer Staat" angeschlossen.
Nun versucht sein Vater, Ex-Berufssoldat, ihn wieder nach Hause zu losen - erst mit Zureden, dann mit Zwang. Das inszeniert Regisseurin Charlotte Sieling betont nüchtern; beim innerdänischen Familienzwist bleiben aber Syrer weitgehend außen vor.
(Kinostart: 11.12.) Ein Ex-Berufssoldat auf privater Mission: Sein Sohn hat sich in Syrien dem „Islamischen Staat“ angeschlossen – nun versucht sein Vater, ihn zurückzuholen.
Das dänische Familiendrama vor Bürgerkriegs-Kulisse inszeniert Regisseurin Charlotte Sieling schlüssig und schnörkellos.
Inkognito in den Bürgerkrieg: 2014 überquert der Däne Christian (Nikolaj Lie Kaas) heimlich die türkisch-syrische Grenze.
In Syrien angekommen, schließen er und Mitreisende sich der so genannten „Freien Syrischen Armee“ an. Sie ist einer von zahlreichen bewaffneten Guerilla-Verbänden, die dort im Bürgerkrieg mitmischen und dafür Freiwillige in der ganzen Welt rekrutieren – auch in Dänemark.
Tatsächlich trifft Christian in den Reihen der Miliz, die gegen Diktator Baschar al-Assad kämpft, auch auf Landsleute. Aber der Ex-Berufssoldat will nicht Krieg führen.
Er ist auf der Suche nach seinem Sohn Adam (Albert Rudbeck Lindhardt), der als Jugendlicher zum Islam konvertiert ist und sich nach Syrien abgesetzt hat.
Auch Christian gibt vor, Moslem zu sein, nennt sich „Abu Issa“ und beherrscht leidlich Arabisch. Sein Wissen stammt allerdings aus Militäreinsätzen in Afghanistan und dem Irak.
Null-null-Dänemark telefoniert mit Sohn
Dennoch fällt der dänische Hüne bei seinen Nachforschungen sofort auf. Der britische Muslim Bilal (Harki Bhambra), der sich ihm als Chauffeur und Problemlöser anbietet, nennt ihn „Null-null-Dänemark“.
Tatsächlich gelingt es Christian, seinen Sohn ans Telefon zu bekommen.
Doch dessen Beteuerung, er sei bereits auf dem Weg nach Hause, erweist sich als Finte. Kurz darauf muss Christian feststellen, dass Adam sich dem „Islamischen Staat“ (damals ISIS) angeschlossen hat.


Ex-Soldat Christian (Nikolaj Lie Kaas) ist nach Syrien aufgebrochen, um seinen Sohn Adam ( Albert Rudbeck Lindhardt) zurückzuholen. Foto: © 24 Bilder
Adam ( Albert Rudbeck Lindhardt) hat sich in Syrien einer islamistischen Gruppierung angeschlossen. Foto: © 24 Bilder
Christian (Nikolaj Lie Kaas) lässt sich in die islamitische Gruppierung, in die sein Sohn Adam ( Albert Rudbeck Lindhardt) eingetreten ist, einschleusen. Foto: © 24 Bilder



