Gesellschaft Freunde der Künste
Filmbiographie "Franz K."

Franz Kafka wurde posthum einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts

Franz Kafka wurde posthum einer der einflussreichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts - dennoch bleibt er der Nachwelt ein Rätsel.

Welches die polnische Regisseurin Agnieszka Holland lösen möchte: Ihre Filmbiographie "Franz K." will sämtliche Aspekte von Leben und Werk berücksichtigen.

Ein titanisches Vorhaben, das stellenweise überkomplex wird, aber über weite Strecken verblüffend virtuos gerät.

(Kinostart: 23.10.) So vielschichtig und vieldeutig wie der Autor selbst:

Regisseurin Agnieszka Holland hat eine Filmbiographie über Franz Kafka gedreht, die in Sachen Komplexität seinem Werk kongenial entspricht. Keine leichte Kost, sondern ein unbequemer Mehrebenen-Film voller Haken und Ösen.

Am Werk von Franz Kafka (1883-1924) haben sich bereits etliche Regisseure abgearbeitet. Seine Stoffe wurden von Autorenfilmern wie Orson Welles, Michael Haneke, Jean-Marie Straub und Danièle Huillet verfilmt; es gibt eine russische Adaption seiner Erzählung „Die Verwandlung“ (2002)

Und eine japanische von „Ein Landarzt“ als Animationsfilm (2007). Von Biopics über ihn ganz zu schweigen: So ließ US-Regisseur Steven Soderbergh 1991 in „Kafka“ den Prager Autor durch sein eigenes Werk stolpern.

Agnieszka Holland, die „Franz K.“ gedreht hat, ist die wohl derzeit renommierteste Filmemacherin in Polen.

Sie arbeitete als Assistentin und Drehbuchautorin für die polnischen Meisterregisseure Andrzej Wajda, Krzyzstof Kieślowski und Krzyzstof Zanussi, bevor sie sehr produktiv mit eigenen Arbeiten reüssierte.

Alles hängt mit allem zusammen

Von „Hitlerjunge Salomon“ (1990) bis zuletzt „Green Border“ (2023) hat sie 22 Spielfilme und TV-Serien gedreht.

Ihr Film „Franz K.“ dürfte der bisher umfassendste Versuch sein, Kafkas Biografie und Werk unter einen Kino-Hut zu bringen.

Allerdings erweist sich Hollands Anspruch, alles mit allem in Beziehung zu setzen, als echte Prüfung für das Publikum, dessen Aufmerksamkeit sehr gefordert wird.

Kunst+Film-Redaktion

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FRANZ K. | Trailer | ab 23. Oktober 2025 im Kino