Mit »fantasy & farewell« begegnen sich der RIAS Kammerchor Berlin und das Ensemble Resonanz in der Elbphilharmonie.
Im Zentrum steht die neue Komposition Threadlands der britischen Komponistin Joanna Marsh, die erst am Vorabend in Berlin uraufgeführt wird und anschließend in Hamburg zu erleben ist.
Im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg, das 2026 unter dem Titel »Ende« steht, kreist das Programm um Abschied – nicht als leiser Rückzug, sondern als Bewegung und Prozess.
Unter der Leitung von Justin Doyle treffen Chor und Streichorchester unmittelbar aufeinander: Stimmen, die sich überlagern, Streicher, die tragen, verdichten, dagegenhalten. Musik, die nicht stehen bleibt, sondern weiterdrängt.
Vom Ende her gedacht
Mit Hubert Parrys Songs of Farewell steht ein Werk im Zentrum, das unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs entstand – als klingende Erinnerung an gefallene Schüler und Freunde.
Die Musik bewegt sich zwischen Schmerz, Trost und der Hoffnung auf Frieden.
Ralph Vaughan Williams' Fantasia on a Theme by Thomas Tallis öffnet den Raum weit in die Vergangenheit, während Edward Elgars Introduction and Allegro, op. 47 dem eine unmittelbare, fast körperliche Energie entgegensetzt.
Mit Threadlands bringt Joanna Marsh eine neue Perspektive ein: Ihr Werk richtet den Blick nicht auf den einzelnen Abschied, sondern auf das, was bleibt – auf Erinnerungen, die sich weitertragen, und Verbindungen, die fortwirken.
Zwei Klangkörper im Austausch
Der RIAS Kammerchor Berlin zählt zu den führenden Chören weltweit und ist für seine stilistische Bandbreite bekannt.
Gemeinsam mit dem Ensemble Resonanz entsteht ein Konzert, das unterschiedliche Klangvorstellungen aufeinandertreffen lässt und im gemeinsamen Musizieren neu auslotet.


Ensemble Resonanz



