Professioneller Tanz wird akribisch vorbereitet, genauestens einstudiert und unermüdlich geprobt, bis jeder Schritt perfekt sitzt.
Doch was passiert, wenn Tänzer*innen und Choreograf*innen Widerständen und Irritationen ausgesetzt sind? Welches Potenzial lässt sich durch extreme Situationen auf der Bühne eröffnen?
In ihrem Essay Tanz mit dem Scheitern. Zeitgenössische Choreografien des Widerstands untersucht Bettina Heiss zeitgenössische Tanzinszenierungen, die vom Einwirken physischer Herausforderungen und äußerer Faktoren geprägt sind.
Und so einen produktiven Austausch zwischen den Darsteller*innen und den choreografischen Regeln ermöglichen.
So verhandelt Matthew Barney in seiner Inszenierung Secondary die Körperlichkeit des Football-Sports insbesondere mit Blick auf die gewaltvollen Zusammenstöße der Spieler;
Richard Siegal bindet in seine Inszenierungen den japanischen Präzisionsgang oder auch mathematische Systeme ein, um seine Tänzer*innen mit neuen „Problemräumen" herauszufordern und Gustavo Gomes nimmt in der tänzerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Lebensgefahr auch die physische und psychische Verletzung seines eigenen Körpers in Kauf.
Entdecken Sie jetzt das Potenzial von zeitgenössischem Tanz in Auseinandersetzung mit Widerstand und Scheitern im aktuellen KUNSTFORUM.


Tanz mit dem Scheitern, von Bettina HAISS



