Gesellschaft Freunde der Künste
Premiere "Zur schönen Aussicht"

Das Eröffnungsspektakel der Kasseler Schauspiel-Sparte geht Schlag auf Schlag weiter

Nach der gefeierten Eröffnung des theatralen Jahrmarkts Ein Rummelnachtstraum und kurz nach der Uraufführung von End of Beginnings, ich fühl’s (der großen Auftakt-Premiere der neuen Schauspieldirektorin Sarah Franke am Freitag, 4. September) folgt direkt das nächste Highlight der Spielzeit 2026/27:

Am Sonntag, 6. September, feiert Ödön von Horváths Komödie Zur schönen Aussicht Premiere im TiF - Theater im Fridericianum. Die bekannte Schauspielerin und Filmregisseurin Katharina Marie Schubert gibt damit ihr Theaterregie-Debüt.

„Ich bin nämlich eigentlich ganz anders, aber ich komme nur so selten dazu.“

Die Lage ist schlecht. Nicht nur das Wetter, auch die Finanzen. Eine schöne Aussicht hatte hier schon lange niemand mehr.

Der Hotelbesitzer Strasser und seine Mitarbeiter wären bereit für Gäste, doch es kommt niemand.

Einzig die Baronin Ada von Stetten finanziert das Hotel mit ihrer Dauermiete – sie bezahlt die Männer für alles, was sie ihr so bieten. Alle wissen: Das geht nicht mehr lange gut, das Hotel steht kurz vor dem Bankrott.

Da steht auf einmal Christine vor der Tür! Im letzten Jahr hatte sie eine Affäre mit Strasser und da all ihre Briefe und Bitten unbeantwortet blieben, möchte sie nun direkt vor Ort mit dem Vater ihres Kindes sprechen.

Ohne sie auch nur zu Wort kommen zu lassen, vermuten Strasser und die Männer um ihn herum das Schlechteste. Sie denken, Christine möchte sich festsetzen, Geld und Hotel an sich reißen, eine Heirat erzwingen.

Deshalb schmieden sie einen gehässigen Plan, mit dem Strasser sich aus der Verantwortung ziehen und Christine loswerden kann. Aber Christine hatte ganz andere Pläne.

Geld jedenfalls braucht sie nicht. Vor knapp 100 Jahren scheiterte die Uraufführung von „Zur schönen Aussicht“ leider an finanziellen Mitteln und konnte erst 40 Jahre später nachgeholt werden.

Nun wagt die Regisseurin und Schauspielerin Katharina Marie Schubert einen Versuch, die Zeiten, die Aussichten und die Werte, die unser Leben heute bestimmen, neu zu beleuchten. Und vielleicht ergibt sich ja ein Moment von Kontakt, von Utopie und von Zukunft.

Katharina Marie Schubert ist eine profilierte deutsche Theater- und Filmschauspielerin sowie Regisseurin. Sie gehörte u.a. zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin und gastierte am Thalia Theater in Hamburg.

Für ihre herausragenden Theaterleistungen wurde sie 2005 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Darstellende Kunst ausgezeichnet.

Parallel zu ihrer Bühnenkarriere etablierte sich Schubert in Film und Fernsehen. Einem breiten Publikum wurde sie 2014 durch die Hauptrolle in der Tragikomödie „Ein Geschenk der Götter“ bekannt, für die sie den Bayerischen Filmpreis als beste Darstellerin erhielt.

Es folgten Rollen in namhaften Produktionen wie der Serie „Glauben“ (2021) und dem Oscar-nominierten Drama „Das Lehrerzimmer“ (2023).

Im Jahr 2021 gab sie mit dem Drama „Das Mädchen mit den goldenen Händen“ ihr vielbeachtetes Debüt als Spielfilmregisseurin und Drehbuchautorin, wofür sie beim Filmfest München den Förderpreis „Neues Deutsches Kino“ gewann. „Zur schönen Aussicht“ ist Katharina Marie Schuberts erste Theaterregie-Arbeit.

Premiere: Sonntag, 6. September, 20:15 Uhr, TiF – Theater im Fridericianum (ausverkauft)

Weitere Termine: Sa 12. Sep., 20:15 Uhr, So 20. Sep., 18 Uhr uvm.

Die Premiere ist nach aktuellem Stand ausverkauft. Karten für die Folgevorstellungen sind erhältlich an der Theaterkasse (Telefon: 0561 1094-222) sowie online unter www.staatstheater-kassel.de