Das 18. und das 20. Jahrhundert begegnen sich beim 2. Sinfoniekonzert der Magdeburgischen Philharmonie am Donnerstag, 22., und Freitag, 23.10., jeweils 19.30 Uhr. Im Opernhaus.
Es erklingen Werke von Joseph Haydn, Jacques Ibert und Dmitri Schostakowitsch. Joseph Haydn legte mit seinem umfangreichen Sinfonieschaffen die Grundlage für die Entwicklung der Instrumentalmusik bis heute.
Auf diese klassische Klarheit bezieht sich Jacques Ibert in seinem Concertino da camera und verbindet seinen neoklassischen Ansatz mit einem für die klassische Musik ungewöhnlichen Instrument – dem Saxofon.
Das 1935 entstandene, zweisätzige Werk verbindet virtuosen Anspruch mit eleganter Leichtigkeit. Interpretiert wird es von dem jungen norwegisch-irakischen Saxofonisten Soran Lind, der regelmäßig bei bedeutenden Festivals, u. a. dem Oslo Kammermusikfestival oder dem Suena Festival Wien, zu hören ist und mit renommierten Orchestern wie dem Bergen Philharmonic Orchestra auftrat.
Engagements führten ihn nach Norwegen, Frankreich, Österreich, die USA, Deutschland, Schweden, Dänemark, Lettland und die Schweiz. Neben dem klassischen Repertoire engagiert er sich besonders für zeitgenössische Musik.
Den Abschluss bildet Dmitri Schostakowitschs 5. Sinfonie, uraufgeführt 1937 in Leningrad. Der 31-jährige Komponist stand zu diesem Zeitpunkt unter massiver staatlicher Beobachtung und hatte einige jüngere Misserfolge zu verkraften.
Und so geriet der finale Triumphmarsch äußerst ambivalent. Schostakowitsch selbst soll ihn später als „erzwungenen Jubel“ bezeichnet haben, während die Kulturpolitik ihn als Verherrlichung des Staatsregimes las und den Komponisten – zumindest vorübergehend – rehabilitierte.
Am Pult steht der junge portugiesische Dirigent Miguel Sepúlveda, der sich als aufstrebendes Talent in der internationalen Orchesterszene etabliert hat.
Er studierte Dirigieren u. a. am Royal Northern College of Music in Manchester und arbeitet mit renommierten Orchestern wie der Dresdner Philharmonie, dem BBC Philharmonic und dem Rotterdams Philharmonisch Orkest zusammen.
Zu seinen wichtigsten Erfolgen zählen der Grand Prix und die Preise in den Kategorien „Oper“ und „Zeitgenössische Musik“ beim Internationalen Dirigentenwettbewerb Rotterdam 2025 sowie Fellowships bei der Dresdner Philharmonie und beim Los Angeles Philharmonic,


2. Sinfoniekonzert Soran Lind Studio 2 Foto: © Peter Piotr Kuzinski



