Vom 30. Mai bis zum 28. Juni rückt das Project Space Festival die Projekte von 30 künstlerischen Ausstellungsräumen in den Mittelpunkt.
Das einmonatige Programm mit 30 aufeinanderfolgenden täglichen Veranstaltungen bietet einen umfassenden Einblick in die künstlerische und kuratorische Arbeit der selbstorganisierten Räume der Stadt.
Die Veranstaltungen des Festivals finden an 30 verschiedenen Orten von Neukölln bis Hohenschönhausen statt und sind kostenlos zugänglich.
In diesem Jahr bietet das Festival ein besonderes, umfangreiches Programm, das sich dem Konzept des öffentlichen Luxus und der gemeinsamen Nutzung künstlerischer Produktionsmittel widmet – mit täglichen Ausstellungseröffnungen, öffentlichen Performances, speziellen Führungen, gemeinschaftlichen Essensveranstaltungen und Zusammenkünften.
Di. 02.06.2026 | 18:00 - 23:00
Make-up
Exploring Poetics of Resistance
de_colonialanguage, Niusha Ramzani, Leigh Sayers, [ufo ufo]
Kuratiert von Make-up e.V.
Performance, Ausstellung
Papierstraße 11, 13409 Berlin-Reinickendorf
Make-up e.V. lädt zu „Exploring Poetics of Resistance" ein, einer eintägigen Veranstaltung, die Kunst nicht nur als Beobachtung, sondern als aktive Kraft zwischen Ästhetik, Alltag und Gemeinschaft versteht.
Mit Performances, Installationen, Filmvorführungen und Dialog schafft die Veranstaltung ein lebendiges Labor, in dem Poesie zu einer Methode des Widerstands wird und die Teilnehmenden dazu einlädt, ihre Beziehung zur Stadt und zueinander neu zu denken.
Eingeladen sind De_colonialanguage, die die Kolonialgeschichte im Wedding erforschen, das Architekturkollektiv Ufoufo, deren Arbeit sich mit der Umwandlung von Leerstand beschäftigt, sowie Leigh Sayers und Martin Dieudonné mit einer Live-Malerei, in der der Transkörper sein Potenzial zur Veränderung der Realität geltend macht und gleichzeitig die Kontrolle darüber abgibt, wie er vom Anderen reflektiert wird.
Mi. 03.06.2026 | 19:00 - 22:00
Errant Sound
Heimwee
Bilawa Ade Respati, Jelmer de Haan, Nindya Nareswari
Audiovisuelle Installation
Gerichtstr. 45, 13347 Berlin-WeddingHeimwee ist eine Multimedia-Installation des Klangkünstlers Bilawa Ade Respati, des Komponisten Jelmer de Haan und der Lichtdesignerin Nindya Nareswari.
Die Arbeit folgt einer historischen Erzählung, die am Ende der niederländischen Kolonialherrschaft während der japanischen Besetzung Indonesiens (1942–1946) spielt.
Das Publikum taucht durch eine zufallsbasierte Komposition in die Geschichten ein: eine Kombination aus mehrkanaligen Klanglandschaften, einem selbstspielenden Gamelan-Automaten und einer Lichtinstallation.
Die Klanglandschaft entsteht aus Interviewaufnahmen, Synthesizern, Samples, historischen Aufnahmen und dem live bearbeiteten Klang des Gamelan-Instruments.


Spoiler Aktionsraum (Aussenansicht) Foto: Linus Muellerschoen



