Gesellschaft Freunde der Künste
Jahrtausende im Moor

Traditionelle Techniken, außergewöhnliche Materialien - Handwerk entlang der französischen Atlantikküste

Was haben ein Messer aus dunklem Eichenholz, eine Tasche aus einem ausgedienten Segel und ein handgefertigtes Surfboard gemeinsam?

Sie erzählen von der französischen Atlantikküste und von Menschen, die ihre Landschaft, ihre natürlichen Ressourcen und ihre Traditionen in ihre Arbeit einfließen lassen.

Auf den rund 1.200 Kilometern zwischen Loire-Atlantique und Baskenland lässt sich dieses Savoir-faire in Werkstätten und Manufakturen entdecken.

Eine Reise von Nord nach Süd zu sechs Orten, an denen aus regionalen Besonderheiten besondere Produkte entstehen.

Loire-Atlantique: Jahrtausende im Moor, heute in der Messerschmiede

Tief in den Moorlandschaften der Brière verbirgt sich ein außergewöhnlicher Rohstoff: Morta.

Dabei handelt es sich um Eichenholz, das über Jahrtausende im Moor konserviert wurde und durch die lange Lagerung seine charakteristische dunkle Färbung erhält.

In der Werkstatt JHP  von Jean-Henri Pagnon bei Saint-Nazaire wird das alte Holz geborgen und unter anderem zu Griffen handgefertigter Messer verarbeitet.

Auch Hélène Pagnon, die Ehefrau des Messermachers, arbeitet im gleichen Atelier mit dem besonderen Material und fertigt daraus Morta-Schmuck. 

So steckt in jedem Stück nicht nur das Können der Kunsthandwerker, sondern buchstäblich ein Teil der Landschaft der Brière.


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