Viele kennen Dr. Andrea Gartenbach bereits aus unseren vergangenen Mailings – als Fachärztin für Innere Medizin, MSc Functional Medicine and Preventive Care und Direktorin für klinische Ausbildung am Geneva College of Longevity Science. Eine Ärztin, die Longevity nicht als Trend versteht, sondern als medizinische Disziplin.
Ende Mai hat sie mitgeholfen, genau dafür eine Bühne zu schaffen: Als Mitinitiatorin des Life Summit Berlin – Europas führender Longevity-Konferenz mit über 2.000 Teilnehmenden und mehr als 120 internationalen Expertinnen und Experten – hat sie die aktuelle Stimmungslage in der Community hautnah miterlebt und mitgeprägt.
Bisher stand Longevity meist für Biohacking, einzelne Supplements oder die Frage, wie wir möglichst lange leben. Die Berliner Expertin sieht darin einen Reifungsprozess: Es gehe zunehmend darum, Gesundheit früher zu verstehen, zu personalisieren und langfristig zu erhalten.
Der rote Faden: Mitochondrien
Ein Thema zog sich durch viele Stände und Vorträge des Summits: die Mitochondrien, jene zellulären Strukturen, die Energie produzieren und zugleich Entzündungsprozesse, Immunfunktion, Muskelgesundheit und Gehirnleistung mitbestimmen.
Dr. Gartenbach sieht darin einen zentralen Hebel für gesundes Altern: Viele chronische Erkrankungen und Alterungsprozesse gingen mit eingeschränkter mitochondrialer Funktion einher.
Ein Supplement allein reiche dafür aber nicht. „Mitochondriale Gesundheit ist das Ergebnis von Bewegung, insbesondere Krafttraining, guter Schlafqualität, einer metabolisch gesunden Ernährung, Stressregulation und gegebenenfalls gezielten medizinischen Interventionen.
Genau darin unterscheidet sich moderne Longevity-Medizin von der Suche nach der einen vermeintlichen Wunderlösung", so Dr. Gartenbach.
Kreatin: vom Sportlersupplement zum Longevity-Baustein
Genau in diesem Kontext, zelluläre Energie, Muskelmasse, mitochondriale Funktion, wächst das wissenschaftliche Interesse an Kreatin über den Sportbereich hinaus.
Dr. Gartenbach setzt es in ihrer klinischen Praxis regelmäßig ein: Denn Kreatin gehört zu den am besten untersuchten Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt, mit Jahrzehnten an Forschung zu Muskelkraft, Muskelmasse und körperlicher Leistungsfähigkeit, alles Faktoren, die zu den stärksten Prädiktoren für gesundes Altern zählen.
Ein Wundermittel ist es für sie trotzdem nicht: „Entscheidend ist nicht, welches Supplement jeder Mensch einnehmen sollte, sondern welche Intervention zu welchem Menschen, in welcher Lebensphase und mit welchem Ziel passt."
Kreatin und das Gehirn
Zur aktuell vieldiskutierten EFSA-Stellungnahme, die einen offiziellen Health Claim für kognitive Effekte von Kreatin derzeit nicht bestätigt, sagt sie: „Ich finde die Einschätzung nachvollziehbar, ein offizieller Health Claim unterliegt sehr hohen wissenschaftlichen Anforderungen.
Das bedeutet aber nicht, dass Kreatin medizinisch keine Relevanz hat. Die Evidenz liefert interessante Hinweise darauf, dass Kreatin den Energiestoffwechsel des Gehirns unterstützen könnte."
Und dann, fast beiläufig, ein Satz, der die gesamte Debatte zusammenfasst: „Wir sollten weniger darüber diskutieren, ob ein Supplement grundsätzlich gut oder schlecht ist.
Die entscheidende Frage lautet: Für wen, in welcher Lebensphase und mit welchem Ziel kann eine Intervention einen echten Mehrwert schaffen? Genau das ist personalisierte Medizin."
DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK
- Longevity-Medizin entwickelt sich weg von Biohacking-Trends hin zu Prävention, Personalisierung und Evidenz – das ist das klare Signal des Berliner Life Summit 2026.
- Im Zentrum: die mitochondriale Gesundheit. Ihre Funktion beeinflusst Energie, Muskeln, Immunsystem und Gehirnleistung gleichermaßen.
- Kreatin greift direkt in den zellulären Energiestoffwechsel ein – als temporaler und räumlicher Energiepuffer in allen Geweben mit hohem Energiebedarf (Bonilla et al., Nutrients 2021; Wallimann et al., Amino Acids 2011).
- Kreatin in Kombination mit Krafttraining verbessert Muskelmasse und -kraft nachweislich auch bei älteren Frauen (dos Santos et al., Nutrients 2021) – Muskelmasse gilt als einer der stärksten Prädiktoren für gesundes Altern.
- Die EFSA hat einen Health Claim für kognitive Effekte von Kreatin derzeit nicht bestätigt – die Forschungslage dazu entwickelt sich jedoch dynamisch und gibt erste vielversprechende Hinweise.
- Dr. Gartenbach setzt Kreatin in ihrer klinischen Praxis regelmäßig ein – nicht pauschal, sondern als Teil individueller Longevity-Konzepte.
- Empfohlene Dosis: 3–5 g Kreatin-Monohydrat täglich, kontinuierlich – ohne Ladephase, unabhängig vom Sportniveau.
Eine umfängliche Übersicht weiterer spannender Studien gibt es hier
Kreatin gehört zu den am intensivsten erforschten Supplements der Welt. Umso wichtiger ist die Qualität des Produkts: Wir empfehlen ausschließlich Produkte mit dem Siegel Creavitalis® – dem deutschen Qualitätsstandard für Kreatin-Monohydrat.
Hersteller Alzchem produziert seit über 30 Jahren nach höchsten europäischen Standards. Bei einem Supplement, das täglich eingenommen wird, ist das kein Detail – sondern Grundvoraussetzung.


Dr. Andrea Gartenbach



