Experten erklären, wie sich der Red-Carpet-Look sicher nachstylen lässt und welche Warnsignale zu beachten sind
Nach ihrem jüngsten Auftritt auf dem roten Teppich mit einem sichtbar „gelifteten" Look sorgt Anne Hathaway aktuell für Gesprächsstoff.
Ihr Haar-Trick ist auf TikTok viral gegangen, immer mehr Nutzer versuchen, den Effekt zu Hause nachzumachen – mit einer einfachen Styling-Technik, die in wenigen Minuten ein gestrafftes, konturiertes Ergebnis verspricht.
Die Methode besteht darin, feine Haarsträhnen an den Schläfen nach hinten zu ziehen und unauffällig am Hinterkopf zu fixieren.
Durch diese Spannung entsteht die Illusion angehobener Augenbrauen, definierter Wangenknochen und eines insgesamt „gelifteten" Gesichts – ganz ohne Eingriffe, Injektionen oder Salonbehandlungen.
Laut Fresha, der weltweit führenden Plattform für Beauty- und Wellness-Buchungen, ist der Trend Teil einer größeren Bewegung hin zu schnellen, nicht-invasiven Ergebnissen.
Dennoch warnt Haarexpertin Danielle Louise, die über die Fresha-App gebucht werden kann, vor Risiken, wenn die Technik falsch angewendet oder zu häufig wiederholt wird.
Danielle Louise, Haarexpertin bei Fresha, erklärt:
„Der Look von Anne Hathaway funktioniert, weil er diesen eleganten, gelifteten Red-Carpet-Effekt ohne Behandlung erzeugt. Es ist ein cleverer Styling-Trick, der – richtig umgesetzt – Augenpartie und Wangenknochen betonen kann.
Das Problem ist, dass TikTok professionelle Techniken oft in extreme DIY-Hacks verwandelt. Wird das Haar an den Schläfen zu stark nach hinten gezogen, kann das zu Spannungen, Kopfschmerzen, Haarbruch und langfristig zu Zugschäden am Haaransatz führen."
So lässt sich der „Fake-Lifting"-Effekt sicher nachstylen
Danielle erklärt:
„Nehmen Sie zwei kleine Partien sauberes Haar an den Schläfen oder knapp über den Ohren. Ziehen Sie diese sanft nach hinten, drehen oder flechten Sie sie leicht und fixieren Sie sie flach am Hinterkopf mit unauffälligen Haarnadeln oder einem kleinen Haargummi.
Das Ziel ist ein subtiler Lifting-Effekt – ohne Schmerzen oder Spannungsgefühl. Das Haar sollte fixiert sein, aber die Kopfhaut darf nicht unter Zug stehen. Anschließend das restliche Haar darüber stylen, um die Technik zu kaschieren."
Für ein natürlicheres Ergebnis empfiehlt sie mehr Bewegung in den Längen:
„Weiche Wellen, ein leichtes Föhnen oder Strähnen, die das Gesicht umrahmen, helfen dabei, die Fixierung zu verdecken und den Look weicher wirken zu lassen. Der häufigste Fehler ist, das Haar zu streng nach hinten zu ziehen – das verhärtet die Gesichtszüge und schwächt die Haarstruktur."
Warnsignale, die Sie nicht ignorieren sollten
Danielle rät, die Technik sofort zu lockern oder abzubrechen, wenn folgende Anzeichen auftreten:
Kopfschmerzen oder Schmerzen auf der Kopfhaut: zu starke Spannung
Rötungen an den Schläfen: zu hoher Druck
Haarbruch: erste Anzeichen von Schäden
Ausdünnung am Haaransatz: mögliche Traktionsalopezie
Empfindlichkeit nach dem Lösen der Frisur: zu straffe oder zu lange Fixierung
Abschließend sagt sie:
„Wenn die Frisur schmerzt, ist sie falsch gemacht. Das sollte ein gelegentlicher Trick sein, keine tägliche Gewohnheit. Die Schläfenpartie ist besonders empfindlich, und wiederholte Spannung kann das Haar langfristig schwächen.
Außerdem sollte man mit dieser Frisur nicht schlafen und keine zu engen Haargummis verwenden. Wer regelmäßig einen Lifting-Effekt möchte, sollte einen Profi aufsuchen, der geeignete Techniken anwenden kann, ohne den Haaransatz zu belasten."


Anne Hathaways Haar-„Lifting" geht viral, doch Experten warnen vor Risiken



