Mit der Kampagne Tennessee Sounds Good to Me hat das Tennessee Department of Tourist Development (TDTD) eine internationale Premiere gestartet:
Als erstes Tourismusbüro weltweit ersetzt es klassische Bildbeschreibungen (Alt-Texte) durch individuell komponierte Musikstücke. Ziel von Sound Sites ist es, blinden und sehbehinderten Menschen über ein sensorielles Online-Erlebnis einen Mehrwert zu bieten – durch Musik, die Bilder fühlbar macht.
Die Initiative versteht sich als innovativer Beitrag zur digitalen Inklusion und ist in enger Zusammenarbeit mit der Community der Sehbehinderten sowie renommierten Musiker:innen aus Tennessee entstanden.
Grundlage ist eine wichtige Ressource des Staates: seine unvergleichlichen Singer- und Songwriter.
Interessierte können das Sound Sites-Erlebnis jetzt auf TNvacation.com/for-all erkunden, wo gesangliche Beschreibungen die Landschaften von Tennessee auf eine völlig neue Art und Weise zum Leben erwecken.
Musik statt schnöder Wortschnipsel: Ein emotionales und informatives Hörerlebnis
Im Zuge der im April 2025 gestarteten Tennessee Sounds Good to Me - Kampagne, werden auf der tnvacation.com Webseite herkömmliche Audio-Beschreibungen der Bilder durch musikalische Beschreibungen ersetzt – eine Premiere im internationalen Tourismusmarketing.
Der neue sensorische Ansatz der Sound Sites- Initiative zielt darauf ab, nicht nur verständlich relevante Informationen, sondern auch Atmosphäre und Gefühl zu vermitteln - durch Musik, die „das Bild hörbar macht".
Üblicherweise beschreiben Alt-Texte Bilder in funktionalen Worten, um Sehbehinderten eine Vorstellung vom Gezeigten zu bieten.
Tennessee Tourism geht einen Schritt weiter und ersetzt diese Texte nun durch speziell komponierte Musikstücke, die auf die Stimmung, Lichtverhältnisse und Symbolik der jeweiligen Motive eingehen.
Besonders stark fällt das Songtexting ins Gewicht: Statt nüchterner Beschreibungen drücken die Texte die Dynamik und Atmosphäre der dargestellten Szenen aus und beschreiben multisensorisch Erfahrbares.
Jeder musikalische Text ist auf ein konkretes Bild abgestimmt – etwa die Stille eines Sonnenuntergangs im Great Smoky Mountains National Park, die Sound-Kulisse des Lower Broadway in Nashville am Abend oder die Lebensfreude eines Straßenfestes in Memphis.
Inklusiv entwickelt – mit der betroffenen Community
Ein zentraler Aspekt des Projekts war die Mitwirkung von Menschen mit Sehbehinderung. In Workshops, Interviews und Testläufen halfen sie mit, das Konzept zu verfeinern. Ihre Rückmeldungen bestätigten:
Musik kann mehr vermitteln als Worte – insbesondere, wenn es um Emotion, Stimmung und Atmosphäre geht.
„Musik ist für viele von uns mehr als nur Unterhaltung – sie ist ein Weg, die Welt zu erleben", sagte ein beteiligter Testhörer. „Diese Klänge machen Orte fühlbar, die wir sonst nur schwer erfassen könnten."
Tennessee Künstler geben Bildern eine Stimme
„Musik hat die Kraft, uns alle zu verbinden, unabhängig davon, wie wir die Welt erleben", sagte Billy Montana, ein preisgekrönter Country-Songwriter aus Tennessee, der für Hits von Garth Brooks und Tim McGraw bekannt ist.
Sound Sites ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir Kreativität nutzen können, um das Reisen für alle zugänglicher und einladender zu machen.
Ich bin geehrt, Teil eines Projekts zu sein, das den Menschen hilft, sich mehr mit Tennessee und untereinander verbunden zu fühlen."
Montana ist einer von 12 talentierten Songwritern, die Sound Sites zum Leben erwecken, und reiht sich damit in ein Staraufgebot ein, zu dem auch die Country-Musik-Ikone Dolly Parton, Kix Brooks von Brooks & Dunn und der für einen Grammy nominierte Songwriter Michael Farren gehören.
Die Initiative umfasst auch ein breites Spektrum an Künstlern, von der Americana-Storytellerin Hilary Williams – Tochter von Hank Williams Jr. – und der Indie-Rock-Kraft Nicole Atkins bis hin zu den Nashville-Hitmachern David Tolliver, Adam Wood, Brian Davis, Thomas Edwards und Jack Settle. JP Williams, ein gefeierter blinder Singer-Songwriter, bringt eine besonders bedeutungsvolle Perspektive in das Projekt ein.
Pionierarbeit mit Signalwirkung
Die Initiative von Tennessee hat das Potenzial, die Standards für digitale Barrierefreiheit weltweit neu zu definieren.
Sie zeigt, wie Tourismus-Kommunikation inklusiver, kreativer und emotionaler werden kann – und dass Barrierefreiheit kein Hindernis, sondern eine Inspirationsquelle sein kann. „Tennessee Sounds Good to Me" versteht sich dabei als Einladung an die gesamte Tourismus- und Medienbranche, Barrierefreiheit neu zu denken – nicht nur als Pflicht, sondern als Chance.
Die Initiative zeigt eindrucksvoll, wie Musik Brücken bauen kann – zwischen Bildern, Orten und Menschen.


Tennessee setzt bei Barrierefreiheit neue Maßstäbe. V.l.n.r.: © Sound Sites by TDTD



