Traditionell am zweiten Sonntag nach Fronleichnam erstrahlen die Gipfel von Innsbruck bis Meran im Schein der Herz-Jesu-Feuer.
Das alljährliche Ritual soll an die Bedrohung Tirols durch die französischen Truppen unter Napoleon erinnern.
Mit der Bitte um göttlichen Beistand 1796 erstmals entzündet, gelten die brennenden Herzen und Kreuze auf den Bergrücken bis heute als Symbol tiefer Heimatverbundenheit.
Der Ursprung liegt in den heidnischen Sonnwendfeuern, die im Zuge der Christianisierung zu Ehren von Heiligen angezündet und schließlich vom Herz-Jesu-Brauch abgelöst wurden, nachdem Andreas Hofers Truppen in der Schlacht gegen die Franzosen und Bayern überraschend siegten.
Eigentlich kann man das leuchtende Spektakel, stets mit aufwändigster Vorbereitung und unter größter Anstrengung von örtlichen Vereinen realisiert, in ganz Tirol und Südtirol beobachten.
Besonders gute Sicht darauf aber hat man in Osttirol, wo am 28. Juni nicht weniger als gut 2.500 Einzelfeuer brennen, sowie am Lechweg im Tiroler Lechtal mit seiner geringen Lichtverschmutzung.
Tipp jenseits des Brenners:
Von Schenna bietet sich Urlaubern am 29. Juni ein 360-Grad-Blick über den gesamten Meraner Talkessel mit seinen flammenden Bergspitzen.


Eine flammende Liebeserklärung ans Tiroler Land in Osttirol. TVB-Osttirol Foto: Elias Bachmann
Herz-Jesu-Feuer-Vorbereitung im Tiroler Lechtal. Foto: Verein Lechweg Daniela Pfefferkorn



