Bad Heilbrunn: Ehemaliges Hofbad der Wittelsbacher
Auf dem Bad Heilbrunner Geschichtspfad erfährt man an elf Stationen mehr über die Geschichte des Ortes, der dank einer bromhaltigen Jodquelle 175 Jahre lang Hofbad der Wittelsbacher war.
Das gesunde Heilbrunner Wasser und die frische Landluft heilten auch die schwer kranke Kurfürstin Henriette Adelheid von Bayern, die aus Dankbarkeit nach der Geburt des Thronfolgers in München die Theatinerkirche als ersten Barockbau nördlich der Alpen errichten ließ.
Auch über das letzte Projekt des großen Münchner Naturschützers und Architekten Gabriel von Seidl und die Bewandnis des „Bierhäusls“ informieren die Schautafeln.
Mittels Smartphone und QR-Codes können die Geschichten auch angehört werden.
Die Kraft des Wassers: Historischer Mühlenweg in Benediktbeuern
Wie in Bad Heilbrunn spielte auch in Benediktbeuern das Wasser eine große Rolle.
Deshalb zeigt der Historische Mühlenweg an 17 Stationen, welche Bedeutung die Wasserkraft des Mühlbachs früher für den Ort und das Kloster hatte.
Mehr als 30 Mühlen waren zwischen 1294 und 1802 in Betrieb und vom Kloster abhängig, darunter Schleif- und Walkmühlen, Getreide- und Sägemühlen sowie Öl- und Gerbmühlen.
Eine besondere Rolle spielte die Moosmühle, in der die im Moor gesammelten Heil- und Gewürzkräuter verarbeitet wurden.
Das Kloster Benediktbeuern hatte einen großen Bedarf an Arzneimitteln, da die Mönche über viele Jahrhunderte Heilkunst praktizierten, wie das Benediktbeurer Rezeptar von 1250 belegt.
Es gilt bis heute als Quelle der traditionellen Klostermedizin.


Das gesunde Heilbrunner Wasser machte Bad Heilbrunn zum Hofbad. Foto: foto-bahnmueller.com



